Saison-Halbzeit: Basler Badis knacken die 500'000er-Grenze
Publiziert

Saison-HalbzeitBasler Badis knacken die 500'000er-Grenze

Das gute Wetter beschert den Gartenbädern in der Region die besten Besucherzahlen seit Jahren. Der Rekordwerte von 1964 wird dennoch nie mehr gebrochen werden.

von
mak
1 / 3
Das grösste Schweizer Gartenbad der Schweiz, das Bachgraben, verzeichnete bislang 77'000 Besucher.

Das grösste Schweizer Gartenbad der Schweiz, das Bachgraben, verzeichnete bislang 77'000 Besucher.

bs.ch
1964 besuchten in einer Bade-Saison über 1,2 Millionen Menschen die Basler Badis. Eine schier unerreichbare Bestmarke. Das Eglisee (Bild) hatte diesen Sommer 45'000 Besucher, ebenfalls kein schlechter Wert. In allen Badis wird für diesen Sommer mit einer halben Million Gäste gerechnet.

1964 besuchten in einer Bade-Saison über 1,2 Millionen Menschen die Basler Badis. Eine schier unerreichbare Bestmarke. Das Eglisee (Bild) hatte diesen Sommer 45'000 Besucher, ebenfalls kein schlechter Wert. In allen Badis wird für diesen Sommer mit einer halben Million Gäste gerechnet.

bs.ch
210'000 Besucher verbuchten die drei Basler Gartenbäder bis zur Saison-Halbzeit. Das Gartenbad St. Jakob (Joggeli) hatte bereits 87'000 Gäste.

210'000 Besucher verbuchten die drei Basler Gartenbäder bis zur Saison-Halbzeit. Das Gartenbad St. Jakob (Joggeli) hatte bereits 87'000 Gäste.

bs.ch

Wer seine Ferien diesen Sommer zuhause verbringt, hat Glück gehabt. Das anhaltend gute Wetter beschert den Badi-Touristen eine satte Strand-Bräune. Und die Badis haben so viele Besucher wie seit Jahren nicht mehr. «Wir sind erst in der Hälfte der Gartenbad-Saison. Und bereits jetzt haben wir in allen drei städtischen Gartenbädern Bachgraben, St. Jakob und Eglisee 54'000 Besucher mehr als im letzten Jahr», sagt Rolf Moser, Leiter der baselstädtischen Gartenbäder.

Bisher 210'000 Eintritte in den Badis

Gesamthaft zählte Moser bislang 210'000 Eintritte. Dies sei weit über dem Durchschnitt und der beste Wert seit 2010. Moser glaubt aber dennoch nicht, dass der Rekordwert der letzten 30 Jahre geknackt werden kann. «Im Hitzesommer 2003 verzeichneten wir in der gesamten Bade-Saison 835'000 Besucher. Diesen Wert zu knacken wird sehr schwierig. Eine halbe Million sollte aber machbar sein.»

Mit 87'000 Besuchern ist das St. Jakob das beliebteste Basler Gartenbad. Das flächenmässig grösste Gartenbad der Schweiz, das Bachgraben, hatte bis Anfang Juli 77'000 Besucher. Mit 45'000 Besuchern liegt das Eglisee abgeschlagen auf dem dritten Platz.

Die fetten Jahre sind vorbei

Die besten Zeiten haben die Basler Gartenbäder allerdings hinter sich. «In den 60er und 70er-Jahren sind viel mehr Menschen in die Badis gestürmt», sagt Moser. Allein in den 70er-Jahren wurde sechs Mal die Millionen-Grenze geknackt. «Der absolute Besucherrekord geht auf 1964 zurück. Damals besuchten 1,2 Millionen Menschen die Basler Badis», so Moser.

Dass die Besucherzahlen früher höher waren, läge vor allem damals viel kleineren Freizeitangebot. «Früher gab es praktisch nur die Gartenbäder. Die Leute kamen auch, wenn es bewölkt war.» An heissen Tagen war «St. Jacques Sur Plage», wie das Joggeli damals im Volksmund hiess, völlig überfüllt.

Auch heute stellen die Besucherströme an Wochenenden die Verantwortlichen vor schwierige Herausforderungen. «Wir hatten am ersten Juli-Wochenende 32'000 Besucher. Für die Mitarbeiter ist das eine arbeitsintensive Zeit», so Moser.

Keine überfüllten Badis

An heissen Tagen seien in Basel rund 50 Bademeister im Einsatz, um die Sicherheit der Badegäste zu garantieren. Auch Securitas patrouillierten durch die Bäder. Dies habe zu einer Beruhigung geführt. «Wir haben heute sehr wenig Zwischenfälle. Diebstähle sind ebenfalls rückläufig, seit wir Video-Überwachung haben.»

Wer sich vor überfüllten Gartenbäder graust, der sollte jetzt die Gunst der Stunde nutzen. «Während der Ferienzeit ist es merklich ruhiger.» Wenn das Wetter so bleibt, werde es erst nach den Schulferien wieder Wochenenden mit über 30'000 Besuchern geben, so Moser.

Deine Meinung