Madagaskar: Basler baut Schule und Krankenstation
Aktualisiert

MadagaskarBasler baut Schule und Krankenstation

Stefan Suter hilft in Afrika den Ärmsten der Armen. Nun realisiert er in Madagaskar bereits
sein 80. Hilfsprojekt.

von
Anna Luethi
Der Anwalt Stefan Suter engagiert sich seit zwölf Jahren in Afrika.

Der Anwalt Stefan Suter engagiert sich seit zwölf Jahren in Afrika.

Ende April reist der Basler ­Anwalt Stefan Suter nach Süd-Madagaskar: Er eröffnet eine Schule und eine Krankenstation, die er mit Spendengeldern der Stiftung Verein Madagaskar finanzierte. «Ich halte mich etwa vier- bis fünfmal pro Jahr in Afrika auf, es ist immer ein Erlebnis», sagt Suter. Seit zwölf Jahren engagiert er sich in diversen Hilfsprojekten und erhielt vor zwei Jahren gar den päpstlichen Gregorius-Orden für sein Wirken. «Es begann damit, dass ich das Konto eines Pfarrers verwaltete, der sich in Afrika engagierte. Nach seinem Tod führte ich seine Arbeit weiter», so Suter.

Jährlich sammelt er rund 100 000 Franken für den Verein Madagaskar. Das Geld fliesst ohne Verwaltungsaufwand direkt in die Projekte, seine Reisekosten zahlt Suter selbst. «Mit dem Betrag können wir zum Beispiel vier Schulen für jeweils 100 Kinder bauen», sagt er.

Die Schule und die Krankenstation, die er nun im Dorf Tsianala einrichtete, sind dringend nötig: «Es gab bislang weit und breit keine Gesundheitsversorgung, auf der Station können wir wöchentlich 100 Leute versorgen», sagt ­Suter. Damit ist das 80. Bauprojekt abgeschlossen, weitere sind schon in Planung. Einen Traum hat Suter noch: «Neben Behinderten- und Obdachlosenheimen möchte ich irgendwann einmal ein richtiges Spital bauen – mit Operationssaal und allem», sagt er.

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