Statistik: Basler beziehen mehr Sozialhilfe als Eingebürgerte

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StatistikBasler beziehen mehr Sozialhilfe als Eingebürgerte

Sozialhilfebezüge und Steuererlasse sind in Basel-Stadt unter Eingebürgerten weniger häufig verbreitet als in der Gesamtbevölkerung. Das geht aus einem am Freitag vorgelegten Kurzbericht des Statistischen Amtes hervor.

5,5 Prozent der in der Stadt Basel in den Jahren 2006 bis 2008 Eingebürgerten seien im Jahr ihrer Einbürgerung von der Sozialhilfe finanziell unterstützt worden, heisst es in dem im Auftrag der Basler Regierung erstellten Kurzberichtes des statistischen Amtes. In der gleichen Zeit betrug die Sozialhilfequote der Gesamtbevölkerung rund 2 Prozent mehr.

Wahrscheinlichkeit für Sozialbezüge bei Schweizern höher

Während desselben Zeitraums unterstützte die Sozialhilfe 3,6 Prozent der in Basel Eingebürgerten auch im Monat ihrer Einbürgerung. Im Vergleich dazu erreichte die Sozialhilfequote bei der gesamten Wohnbevölkerung in den Stichmonaten im Durchschnitt 5 Prozent.

Die Wahrscheinlichkeit, von Sozialhilfe abhängig zu sein, sei für die Eingebürgerten durchschnittlich um etwa ein Viertel geringer gewesen als für die Gesamtbevölkerung, folgert der Bericht. 16,2 Prozent der Eingebürgerten hatten zudem früher einmal Sozialhilfe bezogen; keine Vergleichszahlen dazu gibt es für die Gesamtbevölkerung.

Auch weniger Steuererlasse

Ähnlich wie bei der Sozialhilfe verhält es sich bei den Steuererlassen: Dort war die Wahrscheinlichkeit, betroffen zu sein, für Eingebürtige gar um die Hälfte geringer als für die Gesamtheit der Steuerpflichtigen, wie das Statistische Amt aufgrund von Auswertungen der Steuerverwaltung für das Jahr 2007 festhält.

So erhielten 2007 im Kanton Basel-Stadt 2,8 Prozent der eingebürgerten Einzelpersonen oder Familien einen Steuererlass. In der Gesamtbevölkerung waren derweil aber 5,5 Prozent aller steuerpflichtigen Privatpersonen die Steuern erlassen worden. Keine Zahlen lagen wegen noch hängiger Bearbeitung für 2006 und 2008 vor. (sda)

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