Politik entsetzt: Basler Clubs ärgern sich über neue Bass-Regel

Aktualisiert

Politik entsetztBasler Clubs ärgern sich über neue Bass-Regel

Erneut gibt es eine schlechte Nachricht für das Basler Nachtleben: Neue Messverfahren würden das Ende von Elektro-Veranstaltungen bedeuten.

von
jd
Sind Elektroclubs wie das Nordstern durch die neuen amtlichen Regelungen in Gefahr?

Sind Elektroclubs wie das Nordstern durch die neuen amtlichen Regelungen in Gefahr?

Die neuen Regelungen des Amts für Umwelt und Energie, die die Lärmmessung bei Musiklokalen betreffen, sind erneut schlechte Nachrichten für das Basler Nachtleben. So soll künftig der Bass ausschlaggebend sein, ob ein Lokal den vorgegebenen Lärmpegel überschreitet oder nicht. «Hintergrund ist, dass der Schallpegel allein nicht ausschlaggebend ist, vielmehr spielt die Frequenz auch eine Rolle. Bässe beispielsweise gehen auch durch Lärmschutzfenster», sagt Matthias Nabholz, Chef des Amts für Umwelt und Energie, dem das Amt für Lärmschutz unterstellt ist, gegenüber der «Basellandschaftlichen Zeitung». Dies sei das Problem, das immer wieder Lärmschutzklagen einbringen würde, bestätigt Nabholz.

Nicht nur Club- und Festivalbetreiber befürchten, dass dies das Aus für Anlässe sein wird, an denen elektronische Musik gespielt wird. «Diese neuen Regelungen haben massive Auswirkungen. Wir gehen davon aus, dass diese Regelungen einem Aufführungs-Verbot gewisser Musikstilrichtungen gleichkommen», so SP-Grossrätin Kirstin Wenk in der «Basellandschaftlichen Zeitung». Wenk hat nun auch eine Interpellation zur Thematik eingereicht.

Noch strengere Regelungen für Veranstalter

So fragt Wenk in ihrer Interpellation: «Wie rechtfertigt die Regierung diese Einschränkung der Programmierung im Zusammenhang mit der künstlerischen Freiheit?» Die Regierung habe erst kürzlich ihren Standpunkt kommuniziert, dass sie der Veranstaltungsszene keine unnötigen Steine in den Weg legen wolle. Stattdessen werde nun eine noch strengere Regelung verfügt.

Fakt sei: Solange keine Beschwerden beim Amt für Umwelt und Energie eintreffen würden, müssten sich die Clubs auch keine Sorgen machen. Stichproben würden keine durchgeführt. «Wir gehen grundsätzlich nur vor Ort nachmessen, wenn Reklamationen bei uns eintreffen», so Nabholz.

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