Making The Cut: Yannik Zamboni gewinnt Heidi Klums Show und eine Million Dollar

Der Basler Designer Yannik Zamboni gewinnt die US-Reality-Show «Making The Cut» von Heidi Klum und Tim Gunn.

Der Basler Designer Yannik Zamboni gewinnt die US-Reality-Show «Making The Cut» von Heidi Klum und Tim Gunn.

James Clark/Prime Video
Publiziert

Yannik ZamboniBasler Designer gewinnt Heidi Klums TV-Show – und eine Million Dollar

Yannik Zamboni setzt sich in Heidi Klums Sendung «Making The Cut» gegen zehn Kandidatinnen und Kandidaten durch. Damit gewinnt erstmals ein Schweizer Designer die US-amerikanische Reality-Show. 

von
Johanna Senn

Mode für Minderheiten, die nicht der Norm entsprechen möchten. Das ist der Design-Ansatz vom Schweizer Modeschaffenden Yannik Zamboni. Mit diesem Rezept gewinnt der Designer jetzt die US-Reality-Show «Making The Cut» auf Prime Video. «Es fühlt sich extrem unwirklich an. Ich habe bei einer Show mitgemacht, die ich zuvor nicht kannte, und habe diese jetzt gewonnen», sagt Zamboni zu 20 Minuten Lifestyle.

Designer Yannik Zamboni in der Show.

Designer Yannik Zamboni in der Show.

James Clark/Prime Video

Die Show, die von Model Heidi Klum und Modeberater und TV-Persönlichkeit Tim Gunn moderiert wird, will jungen Modeschaffenden eine Plattform bieten. Gewinner Yannik Zamboni erhält nun eine Million Dollar, die er in seine Marke Maison Blanche investieren kann, sowie eine Mentorenschaft mit Amazon Fashion. Für den Designer ein Meilenstein: «Nach dem Studium habe ich mich jeweils um Fördergelder beworben bei etlichen Verbänden und Förderinstitutionen und wurde acht Mal abgelehnt.» Sein neunter Versuch, Maison Blanche bekannt zu machen, war die TV-Show «Making the Cut». «Und jetzt habe ich eine Million zur Verfügung, die ich in mein Business investieren kann – das ist schon ziemlich crazy.» 

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 Ein Model zeigt Yannik Zambonis Kreation auf dem Laufsteg von «Making the Cut».

Ein Model zeigt Yannik Zambonis Kreation auf dem Laufsteg von «Making the Cut».

James Clark/Prime Video

Frei von Geschlecht und Konfektionsgrössen

Nebst dem Preisgeld und der Mentorenschaft startet Zamboni gemeinsam mit Amazon Fashion die Co-Marke rare/self, die auf Geschlechtereinteilung und traditionelle Konfektionsgrössen verzichtet.

«Diese Co-Brand mit Amazon Fashion zu kreieren, war etwas ganz Besonderes für mich», sagt der Basler Modeschaffende. «Nicht nur, weil sie meine Leidenschaft für eine Mode zeigt, die konzeptionell im Design ist und zugleich die Umweltaspekte von Designentscheidungen berücksichtigt. Sondern auch, weil sie ein inklusiveres Einkaufserlebnis im Hinblick auf die Grössen- und Geschlechternormen der Branche bietet.» 

Über Yannik Zamboni

Der Modeschaffende Yannik Zamboni wuchs in Böckten, einem kleinen Dorf im Oberbaselbiet, auf. Später arbeitete Yannik als Model und im Marketingbereich.

Der Basler Designer Yannik Zamboni gewinnt die US-Reality-Show «Making The Cut».

Der Basler Designer Yannik Zamboni gewinnt die US-Reality-Show «Making The Cut».

Yannik Zamboni

An der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) erlangte der 35-Jährige einen Bachelor in Modedesign und bestand die Berufsprüfung zum Fashion-Spezialisten an der STF Schweizerischen Textilfachschule in Zürich.

Anstelle von traditionellen Grössen sind die Kleidungsstücke bei rare/self in geschlechtsneutrale Grössen von eins bis acht eingeteilt. Die Looks bestehen aus zertifizierter Baumwolle. Die Stücke von rare/self sowie die Runway-Kollektionen vom Finale von «Making The Cut» können ab Freitag, dem 9. September auf Amazon Fashion vorbestellt werden.

Rare/self heisst der Co-Brand von Yannik Zamboni und Amazon Fashion. 

Rare/self heisst der Co-Brand von Yannik Zamboni und Amazon Fashion. 

Shelby Gates
Geschlechtsneutrale Mode frei von traditionellen Konfektionsgrössen zeigt der Basler Modeschaffende in seiner neuen Marke.

Geschlechtsneutrale Mode frei von traditionellen Konfektionsgrössen zeigt der Basler Modeschaffende in seiner neuen Marke.

Shelby Gates
Die Kleider bei rare/self sind unisex und die Konfektionsgrössen gehen von eins bis acht.

Die Kleider bei rare/self sind unisex und die Konfektionsgrössen gehen von eins bis acht.

Janice Baker

Angst vor Nicole Richies Feedback 

Im Gespräch mit 20 Minuten Lifestyle verrät der Basler bereits vor der Show, dass er vor der Kritik von Jury-Mitglied Nicole Richie nervös war. «Ich hatte Angst vor ihrem Feedback. Sie ist für den glamourösen Hollywood-Style bekannt, ich setze mich eher mit konzeptueller, dekonstruierter Anti-Mode auseinander», scheinbar hat es dann doch gefunkt. «Als die Wahl des Gewinners dann einstimmig war und Nicole, Jeremy und Heidi mich alle als Gewinner sahen, machte mich das dann doch sehr emotional. Die eine oder andere Freudenträne konnte und wollte ich da nicht zurückhalten.»

Ein emotionaler Moment: Yannik Zamboni gewinnt bei «Making the Cut» eine Million Dollar.

Ein emotionaler Moment: Yannik Zamboni gewinnt bei «Making the Cut» eine Million Dollar.

Prime Video

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