Basler Erdbeben: Zweite Bohrung abgeblasen

Aktualisiert

Basler Erdbeben: Zweite Bohrung abgeblasen

Die Geopower Basel AG hat nach dem grossen Wirbel nach dem Erdbeben vom vergangenen 8. Dezember kalte Füsse bekommen und verzichtet vorerst auf eine zweite Bohrung in Kleinhüningen.

Zuerst sollen die bisherigen Messdaten analysiert und das Konzept überarbeitet werden. Wie Geopower-Geschäftsführer Daniel Moll auf Anfrage sagte, stand für den Verwaltungsrat fest, dass nicht gebohrt werden kann, solange unklar bleibt, wie es mit dem Geothermieprojekt weiter gehen soll. «Erst müssen saubere Möglichkeiten evaluiert werden, wie die Stimulation gefahrlos durchgeführt werden kann», meinte Moll. Deshalb wolle die Firma zuerst die vorliegenden Daten aus der ersten Stimulationsphase analysieren.

Um Kosten- und Zeitdruck zu vermeiden, wurden der Bohrturm und die Bohrmannschaft darum sofort freigegeben. Wann die Bohrung durchgeführt werden kann und wie viel Mehrkosten die Verzögerung verursachen wird, lässt sich laut Moll zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Das hänge auch vom Entscheid des Regierungsrates und von allfälligen zusätzlichen Auflagen ab. Der Regierungsrat will - gestützt auf einen Bericht der Firma Geopower - Ende Januar über die Zukunft des Erdwärmenutzungsprojektes beraten.

Die zweite Bohrung wäre eigentlich für letzte Woche geplant und auch nicht vom Verfügungsstopp der Behörden betroffen gewesen. Diese bezog sich nur auf das Einpumpen von Wasser ins Erdinnere. Dieser Vorgang hatte am vergangenen 8. Dezember in Basel ein Erdbeben mit der Magnitude 3,4 ausgelöst. (dapd)

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