Kultruelle Unterschiede: Basler Expats sollen besser integriert werden
Aktualisiert

Kultruelle UnterschiedeBasler Expats sollen besser integriert werden

Ob privat, staatlich oder firmenintern: Derzeit boomen Angebote für Expats – gemäss Experten war dies auch überfällig.

von
Anna Luethi
Caroline Hügi.

Caroline Hügi.

Sie könnten locker eine Stadt bilden: 36 000 Expats, also hoch qualifizierte ausländische Arbeitskräfte, lebten schon Anfang 2012 in der Region Basel – heute dürften es laut der städtischen Integrationsleiterin noch ein paar Tausend mehr sein.

«Bei ihnen ist eine andere Art von Integrationsarbeit gefordert als bei den ‹klassischen› Migranten», so Nicole von Jacobs. Genau diese Angebote fehlten laut Caroline Hügi bislang: Sie startete eine eigene Website mit Tipps für Expats – in knapp vier Wochen wurde sie 4500-mal angeklickt. «Viele Expats kommen mit Kleinigkeiten wie Billettautomaten nicht klar oder werden etwa beim Umzug in die erste fixe Wohnung geschröpft», sagt sie.

Wichtig: Crosscultural-Training

Expatreiche Firmen wie Syngenta wissen, dass eine Versetzung ins Ausland auch privat eine grosse Herausforderung ist: «Wir haben Angebote von Crosscultural-Training für die ganze Familie bis zum Deutschkurs und einer fixen Betreuungsperson über mehrere Monate», sagt Sprecher Daniel Braxton. Bei Novartis gibt es seit Januar gar externe Angebote zur externen Kinder- und Altenbetreuung sowie Haushaltsleistungen.

Nächste Woche gibt es zudem erstmals eine Infoveranstaltung über das hiesige Schulsystem mit dem Integrationsamt: «Dass Kinder öffentliche Schulen besuchen, ist ein sehr wichtiger Integrationsfaktor», sagt Von Jacobs.

www.expatinbasel.ch

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