Basler Fans in Polizeidatenbank registriert
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Basler Fans in Polizeidatenbank registriert

Sämtliche Personen, die vor dem Fussballspiel FCB-GC vom 5. Dezember in Zürich festgenommen wurden, sind in der Polizei-Datenbank POLIS registriert worden.

Dies schreibt der Zürcher Stadtrat in einer Interpellationsantwort. Über 400 Fans des Fussballclubs Basel (FCB) wurden in der Kaserne der Kantonspolizei kontrolliert und befragt. Ihre Daten wurden in die POLIS-Datenbank eingegeben - gegebenenfalls mit einem Unschuldsvermerk.

Die umstrittene Massenfestnahme von FCB-Fans sei nicht geplant gewesen, heisst es in der am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine dringliche Interpellation zweier Gemeinderäte (AL/Grüne). Eigentlich seien nach den massiven Ausschreitungen vom 31. Oktober im Dezember bloss eine Kontrolle und eine Triage der anreisenden Basler Fans vorgesehen gewesen.

Rund ein Drittel vor Ort entlassen

Dies gelang bei rund einem Drittel der Personen, die in Zürich-Altstetten aus dem Zug geholt wurden. Sie wurden nach der Kontrolle vor Ort entlassen.

Ein Teil der Leute, die kontrolliert werden sollten, hätten sich aber derart gewalttätig benommen, dass die Festnahme-Aktion unumgänglich wurde. Die Gewalttätigkeiten seien im übrigen «weit über die im Fernsehen ausgestrahlten Bilder» hinaus gegangen. Die Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, Gewalt und Drohung gegen Beamte und (versuchter) Körperverletzung seien noch im Gange.

Da die Polizei sich bis anhin noch nie mit so vielen Festgenommenen gleichzeitig befassen musste, sei sie «an ihre Kapazitätsgrenzen gestossen». Aus dem gleichen Grund seien auch die Eltern der Betroffenen erst spät benachrichtigt worden. Dass dies künftig besser gemacht werden müsse, sei «erkannt und bereits mehrmals kommuniziert» worden.

(sda)

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