Vorsichtsmassnahme: Basler Finanzdepartement bleibt bis 14 Uhr zu
Aktualisiert

VorsichtsmassnahmeBasler Finanzdepartement bleibt bis 14 Uhr zu

Wegen eines Drohbriefs mit einem verdächtigen weissen Pulver wurde das Basler Finanzdepartement gestern Dienstag evakuiert. Die Angestellten dürfen bis 14 Uhr nicht ins Büro.

von
Adrian Jäggi

«Im Moment werden noch die allerletzten Tests gemacht – wir gehen davon aus, dass nichts vorliegt», sagt Kriminalkommissär Peter Gill heute Morgen vor Ort. Noch immer sind die gelben Absperrbänder vor den Eingangstüren des Finanzdepartements – davor besammelten sich vor 9 Uhr die Angestellten, welche wieder ins Büro wollten. «Die hätten uns vorher auch informieren können», rufen einige aus – andere nehmen es gelassen. «Geh ich halt zum Coiffeur», sagt ein Beamter mittleren Alters.

Nebenan im Café Grellinger – das wie eine temporäre Kantine für die Angestellten ist – halten ein paar Staatsangestellte die Köpfe zusammen. «Ich hoffe, dass es keine Nachahmungstäter gibt», sagt ein Steuerexperte. «Eigentlich ist es ja fast ein Wunder, dass nicht früher etwas passiert ist.»

Spuk bald vorbei

Speziell ist der Tag für einen 38-jährigen Angestellten, der heute Geburtstag feiert. «Diesen Tag werde ich nicht so schnell vergessen», sagt er. Statt in der Znünipause im Büro verteilt er halt auf der Strasse seine mitgebrachten Sandwiches.

Langsam aber sicher gehen die Angestellten wieder ihres Weges und die Traube vor dem Eingang löst sich allmählich auf. Laut Kriminalkommissär Peter Gill sollte ab 14 Uhr wieder Normalbetrieb herrschen – die Tore werden nicht nur für die Angestellten, sondern auch auch für die Bevölkerung wieder geöffnet. Keine Angaben und Hinweise gibt es weiterhin über die Täterschaft und den Inhalt des Drohbriefes.

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