06.10.2020 22:28

Rückschlag für SantheraBasler Firma gibt Entwicklung von Muskelerkrankungs-Medikament auf

Wegen einem erneuten Rückschlag stellt Santhera die Entwicklung eines Medikaments gegen die Muskelerkrankung DMD endgültig ein. Die Aktie der Basler Firma brach nach der Ankündigung ein.

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Ein Rückschlag zu viel – Santhera stellt die Forschung am Medikament Puldysa ein.

Ein Rückschlag zu viel – Santhera stellt die Forschung am Medikament Puldysa ein.

Keystone
Sicherheitsbedenken gebe es keine. Vielmehr sei das Behandlungsziel nicht zu erreichen.

Sicherheitsbedenken gebe es keine. Vielmehr sei das Behandlungsziel nicht zu erreichen.

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Die Aktien von Santhera brachen in der Folge um 31 Prozent ein.

Die Aktien von Santhera brachen in der Folge um 31 Prozent ein.

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Die Pharmafirma Santhera stellt nach einem erneuten Forschungsrückschlag die Entwicklung des Medikaments Puldysa gegen die Muskelerkrankung DMD endgültig ein und zieht den EU-Zulassungsantrag zurück. Die Interimsanalyse einer spätklinischen Studie der Phase III zeigte, dass das Behandlungsziel kaum zu erreichen sei, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Sicherheitsbedenken gab es keine. An der Börse brachen die Santhera-Aktien 31 Prozent ein.

Santhera war mit einer Zulassung das auch unter der Bezeichnung Idebenone bekannten Mittels gegen DMD bereits in früheren Anläufen gescheitert. Unter dem Namen Raxone wird die Arznei von der italienischen Firma Chiesi Farmaceutici zur Behandlung der zur Erblindung führenden Augenerkrankung LHON vertrieben.

Santhera kündigte eine nicht näher ausgeführte Restrukturierung an und will nun in erster Linie die Entwicklung des Wirkstoffs Vamorolone zur Behandlung der seltenen, die Lebenserwartung verkürzenden Erbkrankheit Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) vorantreiben

(Reuters/ore)

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