Aktualisiert 15.10.2015 14:22

Basel-Stadt

Basler Herbstmesse so gross wie noch nie

Die 545. Ausgabe der Basler Herbstmesse soll vermehrt Gäste aus der ganzen Schweiz anziehen. Erstmals warten über 500 Attraktionen auf Messe-Fans.

von
mak

Seit über 544 Jahren verwandelt die Basler Herbstmesse die Innenstadt ein Mal im Jahr in eine Vergnügungszone. Am 24. Oktober eröffnet die älteste und grösste Vergnügungsmesse der Schweiz. Mit acht Ausstellungsplätzen und einer Gesamtfläche von fast 38'000 Quadratmetern gehört die Basler Herbstmesse zu den grössten ihrer Art in Europa.

«In diesem Jahr hatten wir über 1000 Bewerber für die Ausstellungsplätze», sagt Sabine Horvath, Leiterin Abteilung Aussenbeziehungen und Standortmarketing des Kantons Basel-Stadt. Das seien so viele wie noch nie zuvor. Rund der Hälfte mussten die Verantwortlichen eine Absage erteilen. 504 Geschäfte erhielten einen positiven Bescheid. Damit wird die Herbstmesse 2015 so gross wie nie zuvor.

Neue Bahnen und alte Klassiker

Rund die Hälfte der Attraktionen entfallen auf die klassischen Handelsstände, hauptsächlich auf dem Peterplatz. 249 Anbieter bieten dort ihre Ware feil. Ausserdem werden 72 Verpflegungsbetriebe und 64 Confiserien erwartet. Vergügung bieten 64 Spielgeschäfte, inklusive Boxkästen, und 55 Bahnen an der Kirmes.

Darunter sind Neuheiten wie das Animations-U-Boot «U-3000», «Waterball», bei der man in einer Plastikkugel über Wasser laufen kann, «Coco Bongo», eine Schweizer Laufbahn, «Pegasus», eine Bahn für Leute mit stärkeren Nerven oder «1001 Nacht», der grösste und höchste fliegende Teppich, der je in Basel war.

«Auch die 80ies-Messehalle wird es in diesem Jahr wieder geben», sagt Daniel Arni, Leiter Fachstelle Messen und Märkte. Nostalgiker können ausserdem auf dem Barfüsserplatz die «Enterprise» besuchen – ein sich aufstellendes Rad, das längere Zeit nicht an der Basler Herbstmesse stand. Neu ist in diesem Jahr auch die Einführung von Mehrwegbechern an allen Messständen.

75 Franken pro Besuch

Die Attraktionen der Basler Messe lassen sich die meisten Besucher auch etwas kosten. «Wir wissen aufgrund von Befragungen, dass der durchschnittliche Messebesucher pro Besuch 74.5 Franken ausgibt», sagt Horvath. Die Erhebung von 2014 ergab zudem, dass jeder Basler im Schnitt 2,6 Mal an die Herbstmesse geht.

Doch der lokale Besucher steht für die Verantwortlichen nicht mehr im Vordergrund. «Wir verstehen die Basler Herbstmesse als einen nationalen Event», so Horvath. 2014 kamen 77 Prozent der Besucher aus den beiden Basel, 16 Prozent aus der restlichen Schweiz und 7 Prozent aus dem Ausland. Damit konnten die Verantwortlichen eine Zunahme der Gäste aus der Gesamtschweiz und dem Ausland verzeichnen.

Dieser Trend soll anhalten. «Wir werden die Werbemittel, die zuvor in der Region gebraucht wurden, vermehrt in Kampagnen in der restlichen Schweiz sowie dem grenznahen Ausland einsetzen», sagt Horvath.

Keine Preiserhöhung

Höchste Attraktion wird mit 80 Metern der Freifallturm «Swiss Tower». Dieser wird wie letztes Jahr auf dem Messeplatz stehen, jedoch nicht mehr neben sondern im Lichthof. «Damit ist der Turm bereits von der Clarastrasse sichtbar», so Arni. Ein neues Bild gestaltet sich auch auf dem Münsterplatz. «Das traditionelle Kettenkarussell wird durch ein Hochseil-Kettenkarussell ersetzt und prägt zusammen mit dem Riesenrad das Bild des Platzes.»

Gleich geblieben seien laut Arni die Preise. In manchen Fahrgeschäften sei der Eintritt sogar günstiger geworden. «Im letzten Jahr kostete eine Fahrt mit dem Swiss Tower noch zehn Franken, dieses Jahr sollen es nur noch acht sein.» Die Herbstmesse endet am 7. November um 12 Uhr mit dem Messeausläuten in der Martinskriche.

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