Basler Hotels mit Rekordauslastung
Aktualisiert

Basler Hotels mit Rekordauslastung

Die Basler Hotels haben 2004 mit über 800 000 Übernachtungen einen Rekord registriert. Gegenüber 2003 stieg die Zahl um 21,5 Prozent oder 142 000 Übernachtungen.

Rund 50 000 Übernachtungen dürfte die Tutanchamum-Ausstellung gebracht haben. Ein solcher Anstieg der Übernachtungszahlen sei natürlich einmalig, sagte Basel Tourismus-Direktor Daniel Egloff am Dienstag in Basel vor den Medien. Für das laufende Jahr erwarte er aber immerhin ein Halten der Logiernächte auf dem Niveau abzüglich des «Tutanchamun-Effekts» bei rund 750 000 bis 760 000 Übernachtungen.

Insgesamt wurden 2004 in Basel genau 803 149 Logiernächte registriert, wie das Statistische Amt Basel-Stadt am Dienstag mitteilte. Dies bedeute den höchsten Wert seit Einführung der Hotelstatistik 1931. Dabei stieg sowohl die Zahl der Übernachtungen sowohl aus dem In- wie aus dem Ausland um über 20 Prozent.

Preiskampf bei Hotels

Neben der mit über 600 000 Besuchern äusserst erfolgreichen «Tut»-Ausstellung führte Egloff die sprunghafte Zunahme der Übernachtungen auf die bessere Konjunktur, auf das Angebot an Billigflügen am EuroAirport und ein dichteres Messenangebot zurück. Andere Städte wie Zürich mit &7,1 % und Luzern mit &6,3 % verzeichneten deutlich geringere Zuwachsraten.

Die Basler Hotels konnten so eine Zunahme der durchschnittlichen Auslastung von 51,8 % auf 57 % verbuchen. Allerdings heisse das nicht, dass es den Hotels sehr gut gegangen sei, sagte Egloff: In der Branche gebe es einen starken Preiskampf. «Für die Hoteliers bedeutet dies, dass die Marge pro verkaufter Nacht kleiner geworden ist.»

Viel Arbeit für Basel Tourismus

Auch für die Tourismusorganisation erwies sich das Jahr als äusserst arbeitsreich. Das Call-Center zählte mit 53 000 Anrufen 50 Prozent mehr als 2003. Auch an den Touristeninformations-Schaltern stieg die Zahl der Gäste um 41 Prozent auf 100 000. Mehr als verdoppelt haben sich mit 745 000 die Besuche der Homepage www.baseltourismus.ch.

Neue Märkte sieht Basel Tourismus unter anderem in Russland und China, wo die Organisation gezielte Aktionen durchführte. Im laufenden Jahr erhofft sich die Basler Tourismusorganisation zudem einiges von der neuen Themenkampagne «Art & Architecture» von Schweiz Tourismus.

(sda)

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