Basler Institut für Pathologie feiert 150-jähriges Bestehen
Aktualisiert

Basler Institut für Pathologie feiert 150-jähriges Bestehen

Das Institut für Pathologie des Universitätsspitals Basel (USB) feiert in diesem Jahr das 150-jährige Bestehen.

Die älteste Pathologie der Schweiz untersuchte im letzten Jahr rund 70 000 Gewerbsproben und Zellausschnitte von Patienten.

«Der Pathologe dient dem Leben», sagte Institutsleiter Michael Mihatsch am Dienstag vor den Medien. In der Pathologie würden Ursachen und Entwicklungen einer Krankheit untersucht. Neben Lehre und Forschung steht die Dienstleistung im Mittelpunkt der Tätigkeit der rund 25 Ärzte und knapp 80 medizinisch-technischen Mitarbeitern.

Jeder dritte Patient des Basler Universitätsspitals beansprucht die Pathologie. Neben der Erstellung der Diagnose einer Krankheit muss die Pathologie auch die Qualitätssicherung einer Behandlung vornehmen. Diese Qualitätssicherung der klinischen Medizin sei von grosser Bedeutung, sagte die USB-Direktorin Rita Ziegler.

Nicht nur das USB schickt Proben in die Pathologie, sondern auch Spitäler aus der übrigen Schweiz und dem benachbarten Ausland. Laut Ziegler ist die Pathologie ein «Musterbeispiel für grenzüberschreitende Kooperation». Sie habe eine Pionierrolle bei Vertragsregelungen mit dem Ausland übernommen.

In der Pathologie werden jährlich rund 400 Autopsien vorgenommen. Auch diese Untersuchung von Verstorbenen diene der Kontrolle der klinischen Medizin. Sie erlaube es, die Qualität der Diagnostik, Therapie und Pflege zu überprüfen.

Am 18. Januar 1855 wurde das Institut für Pathologie gegründet. Es ging laut Mihatsch aus der «Leichenkammer des damaligen Bürgerspitals» hervor. Das 150-jährige Bestehen feiert das Institut mit verschiedenen Veranstaltungen und einem Tag der offenen Tür am 18. Juni.

(sda)

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