Aktualisiert 11.11.2004 13:55

Basler Moslems melden Fundi-Prediger

Fundamentalistische Aussagen eines saudi-arabischen Predigers in einer Basler Koranschule sind aus der moslemischen Gemeinde an die Basler Behörden gemeldet worden. Er soll das Schlagen von Ehefrauen gerechtfertigt haben.

Es handle sich um einen Prediger auf Durchreise, sagte der Integrationsbeauftragte Thomas Kessler am Donnerstag zu einem Artikel im «Blick». Die Basler Moslems wollten keine Prediger «mit missionarischem Eifer»: Solche Fälle würden deshalb jeweils schnell gemeldet. Einen ähnlichen Fall habe es zuletzt vor drei Jahren gegeben.

Eine Auslegung der Religion in einem verfassungswidrigen Sinn - wie etwa das Befürworten von Gewaltanwendung - werde nicht toleriert, so Kessler. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werde man den Prediger zur Rede stellen und allenfalls seine sofortige Ausreise veranlassen.

In Basel hätten die Behörden mit allen Religionsgemeinschaften ein gutes Einvernehmen, sagte Kessler weiter: Deshalb falle ein solcher Fall auch sofort auf. Das Problem bestehe wohl eher dort, wo man nie etwas höre. In den meisten Kantonen gebe es überhaupt keine Kontakte mit Moslems.

(sda)

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