Finanzkrise: Basler Pensionskasse 2008 mit 1,4 Millarden Franken Verlust
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FinanzkriseBasler Pensionskasse 2008 mit 1,4 Millarden Franken Verlust

Der Deckungsgrad der Pensionskasse Basel-Stadt (PKBS) ist im letzten Jahr von 100 auf 85,7 Prozent gesunken. Die Deckungslücke beträgt 1,38 Mrd. Franken.

Mit einer Jahresperformance von minus 10,9 Prozent auf dem Gesamtvermögen habe die PKBS «angesichts der Finanzmarktkrise ein im Quervergleich gutes Ergebnis» erzielt, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Das Vermögen betrug 8,2 Mrd., der Verlust lag bei 1,4 Mrd. Franken.

Ein Vergleich mit dem Stand per Ende 2007 sei aber nicht aussagekräftig, weil auf Anfang 2008 ein Mittelzufluss von rund 1,5 Mrd. erfolgt sei. Damit wurde die Kasse auf 100 Prozent ausfinanziert.

Rückstellungen von über 600 Millionen

Ausgerechnet im ersten Jahr unter dem neuen PK-Gesetz sei der Vermögensertrag ausgeblieben, schreiben die PK-Verantwortlichen weiter. Die Finanzkrise habe auch zu Wertverlusten auf den Anlagen der PKBS geführt. Mit einer «vorsichtigen Umsetzung der Anlagestrategie» seien die Verluste indes «im Rahmen» geblieben.

Bei den Obligationenanlagen seien mit 5,4 Prozent und bei den inländischen Immobilien mit 4,7 Prozent erfreuliche Erträge erzielt worden. Hingegen verloren die inländischen Akten rund einen Drittel ihres Wertes, die ausländischen sogar 46 Prozent.

Die Unterdeckung im Bereich Staat liege bei 85,4 Prozent, im Bereich der angeschlossenne Institutionen bei 86,8 Prozent. Für die Sanierung der PKBS nahm der Kanton in der Staatsrechnung 2008 Rückstellungen von über 636 Mio. Fr. vor.

(sda)

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