Brandlöcher in Parks: Basler Politiker fordert Verbot von Einweg-Grills

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Brandlöcher in ParksBasler Politiker fordert Verbot von Einweg-Grills

In Basel-Stadt könnte der Verkauf von Einweg-Grills bald verboten werden. Die Regierung muss sich dem Thema annehmen, die Migros zeigt sich gesprächsbereit.

von
bro

«Kosten von über 150'000 Franken fallen jährlich für die Basler Stadtgärtnerei an, um die Schäden durch Einweggrills in den Parkanlagen zu beheben», sagt Emanuel Trueb, Leiter der Stadtgärtnerei. Grossrat Heiner Fischer (LDP) möchte diesem Treiben nun Einhalt gebieten. In einer Interpellation verlangt er von der Basler Regierung Gespräche mit regionalen Grossverteilern, um die Wegwerf-Artikel aus deren Sortiment zu verbannen.

Migros-Sprecher Dieter Wullschleger zeigt sich bereit zu Verhandlungen, «sofern man alle Anbieter miteinbezieht». Im Eizugsgebiet von Parks wie im St. Johann, Gundeldingen oder Schützenmatte befinden sich oft kleine Quartierläden, die ebenfalls Einweggrills verkaufen.

Öffentliche Grills als Alternative

Eine weitere Möglichkeit sieht Vischer in öffentlichen Grills, die von Privaten mit Staatsgeldern geführt würden. «Man soll ja grillieren dürfen, aber nicht auf diese rücksichtslose Art», so Vischer. Regierungsrat Hans-Peter Wessels, der dem Bau- und Verkehrsdepartement vorsteht, konnte sich zur laufenden Interpellation nicht äussern, verwies aber auf den «guten Probelauf» eines solchen Angebots bei der Oetlinger-Buvette. Wirt Abraham Ozeri betreibt das «Jonny Parker» im St. Johanns-Park. Er kann sich diese Lösung nicht vorstellen: «Wir haben zu viel mit unserem eigenen Betrieb zu tun.»

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