Anti-Pegida-Demo: Basler Polizei nimmt 68 Personen fest
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Anti-Pegida-DemoBasler Polizei nimmt 68 Personen fest

Am späten Mittwochabend kam es in Basel zu verschiedenen Scharmützeln zwischen Rechts- und Linksradikalen. Die Polizei musste an verschiedenen Orten eingreifen.

von
mak

Im Nachgang zur Polit-Aktion vom Mittwochabend zieht die Polizei eine positive Bilanz. Laut Polizeisprecher Andreas Knuchel waren mehrere hundert Polizisten im Einsatz, um die Situation ruhig zu halten.

Die Stimmung auf dem Marktplatz blieb friedlich. Nach 18 Uhr löste sich die Menge wieder auf. Zu tun hatte die Polizei aber an anderen Orten: Im De-Wette-Park, beim Barfüsserplatz und auf dem Wettsteinplatz kam es laut Polizei zu kleineren Scharmützeln zwischen linken und rechten Gruppen.

In einem Restaurant beim Barfüsserplatz verschanzten sich laut «Tageswoche» rund 40 Rechtsradikale, die vereinzelt Passanten angriffen, die sie für Linke hielten «Die Polizei hat aber in allen Fällen schnell eingegriffen und die Lage entschärft», so Knuchel. Insgesamt seien in der ganzen Stadt über 200 Personenkontrollen durchgeführt worden. 68 Personen wurden vorübergehend festgenommen und zu weiteren Abklärungen auf den Polizeiposten gebracht. Bei diesen handelte es sich fast ausschliesslich um Schweizer. Vier waren deutsche Staatsangehörige.

250'000 Franken Kosten

Am Ursprung der Aufregung liegt die Einreichung einer Pegida-Kundgebung des rechtsradikalen Polit-Querulanten und Grossrats Eric Weber. Nachdem Pegida Schweiz angekündigt hatte, nicht nach Basel zu kommen, beharrte Eric Weber auf dem Erscheinen seiner extremistischen Gäste aus Deutschland. Der Münchner Stadtrat Karl Richter und die ehemalige NPD-Funktionärin Sigrid Schüssler wurden allerdings nicht ins Rathaus gelassen. «Mit solchen Hosenscheissern macht es Spass, in den Krieg zu ziehen. Deshalb stand Grossrat Eric Weber, im Basler Rathaus Einzelkämpfer wie ich in München, am Ende allein da», kommentierte Richter die Basler Ereignisse auf Facebook.

Für die Stadt hat die unklare Sicherheitslage im Vorfeld vor allem einen üblen Nachgeschmack: Die hohen Kosten. Diese belaufen sich auf rund eine Viertelmillion Franken, wie Baschi Dürr gegenüber der Tageswoche bekannt gab.

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