Tierschutz-Demo: Basler Protest gegen Tötung von Hunden

Aktualisiert

Tierschutz-DemoBasler Protest gegen Tötung von Hunden

Rund hundert Basler veranstalteten einen Protestmarsch durch Basel, um auf das «Hundemassaker» in Rumänien aufmerksam zu machen.

von
Valeria Happel

Weltweit waren am Samstag in 43 Städten Proteste gegen die Tötung von Strassenhunden in Rumänien zu vernehmen, die im Rahmen der im März gegründeten Aktivistenbewegung «Yes, we care!» zustande kamen. Am Barfüsserplatz in Basel gab es die einzige Demonstration gegen Hundetötungen, die in der Schweiz durchgeführt wurde. Um die hundert Menschen machten sich für die leidenden Tiere im Ausland stark.

Insgesamt sind 16'000 Streunerhunde laut Angaben des Baselbieter Vereins Tierhilfe SternenTiere mit der Einführung des rumänischen Tötungsgesetzes in Bukarest getötet worden. «Wir stellen nun Gelder zur Verfügung, um einen grossen Teil der dortigen Tiere kastrieren zu lassen», so Nadine Moser von Tierhilfe SternenTiere

Ein Marsch quer durch Basel

Quer durch Basel bis zum Claraplatz verlief der Protestmarsch. Das Ziel: die Rettung der Strassenhunde vor dem Tod durch rumänische Tierfänger. An zwei vorangegangenen weltweiten Aktionen, die im März und Mai stattfanden, hatten sich bereits 30'000 Menschen beteiligt.

Organisiert wurde die Demonstration in Basel von Karin Chenaux, die selbst Mitglied des Vereins Tierhilfe SternenTiere ist. «Es war mir ein persönliches Anliegen, für Aufklärung zu sorgen», so die Tierfreundin. Die Menschen wüssten zumeist nicht, dass die Tiere in Rumänien mit enormer Grausamkeit behandelt würden. Die Tierfänger würden laut Moser damit eine Fangprämie in Höhe von bis zu 50 Euro pro Hund erhalten. «Das ist die reinste Profitgier. Oftmals werden Haustiere in den Gärten der Besitzer eingefangen oder diesen auf offener Strasse entrissen», sagt Chenaux.

Tierfänger handeln skrupellos

«Die Zustände in Rumänien sind äusserst grausam», sagt Moser vom Verein Tierhilfe SternenTiere. Sie hatte einen Informationsstand am Barfüsserplatz aufgestellt, «um die Bevölkerung über die illegalen Machenschaften der Hundemafia in Kenntnis zu setzen», wie sie sagt.

Die Bewegung kommt aus Deutschland. Tierschützer Eckhard Kretschmer erstellte zwecks der Mobilisierung der Menschen Ende des Jahres 2013 die Plattform «Map Of Hope - Strassenhunde in Gefahr». Auf der Seite ist zu lesen, dass seit Juni trotz einer Aufhebung der Anwendungsnormen des Tötungsgesetzes wieder über 8000 Hunde in Rumänien illegal getötet wurden.

Deine Meinung