Basler Rattenfänger haben wieder alle Hände voll zu tun
Aktualisiert

Basler Rattenfänger haben wieder alle Hände voll zu tun

Die Ratten kommen wieder aus ihren Löchern – vor allem entlang des Rheinbords und in Parks. Die Stadt bekämpft die Tiere mit Gift.

«Man sieht die Ratten am Rhein vor allem Richtung Johanniterbrücke», sagen Alessandro (21) und Matthias (19), die oft am Rheinbord weilen. Die Tiere tauchen meist in der Dämmerung auf, wenn sich die Menschen langsam zurückziehen. «Die Leute lassen den Ratten jetzt wieder viel Nahrung übrig», sagt auch Roger (37). Die Nager rennen nahe der noch sitzenden Leute durch und verschwinden mit ihrer Beute in Löchern oder Büschen.

Die Gesundheitsdienste erhalten derzeit wegen Ratten etwa zwei bis drei Anrufe pro Woche. Betroffene Gebiete sind meist Wasserläufe sowie Parkanlagen und Rabatten. «Wir überprüfen jede Meldung und beauftragen wenn nötig Spezialisten, die die unerwünschten Nager bekämpfen», erklärt die Basler Kantonsärztin Anne Witschi.

Einer der Experten ist Thomas Munz von der Firma Desinfecta AG in Basel. Er hat soeben am Petersgraben eine Anti-Ratten-Aktion eingeläutet. «Wir legen dabei vergiftete Köder aus», sagt er. Die Ratten würden nach der Einnahme innerlich verbluten. Munz: «Pro Aktion erwischen wir bis zu 20 Ratten. Die Kadaver werden eingesammelt und korrekt entsorgt.»

Christian Degen

Deine Meinung