Basler Regierung macht gegen das Rauchen mobil
Aktualisiert

Basler Regierung macht gegen das Rauchen mobil

Kein Verkauf von Zigaretten an Minderjährige und ein Verhaltenskodex für die Gastwirtschaft: Die Basler Regierung kämpft mit einem Massnahmenpaket gegen das Rauchen.

20 Prozent der Basler sind starke Raucher – gesamtschweizerisch sind es nur 17 Prozent. Am häufigsten greifen die 20- bis 24-Jährigen zum Glimmstängel. Nun wird die Basler Regierung aktiv: «Unser Ziel ist es, den Neueinstieg zu verhindern, den Ausstieg zu erleichtern und Nichtraucher besser zu schützen», erklärte gestern Gesundheitsdirektor Carlo Conti.

Zusammen mit Gastroverbänden wurde ein Verhaltenskodex für die Gastwirtschaft ausgearbeitet: Bis Ende 2007 müssen 60 Prozent aller Betriebe Plätze für Nichtrauchende bereithalten. Dabei müssen 30 Prozent aller Innenplätze für diese reserviert sein. Bis 2008 sollen es gar 90 Prozent der Gastbetriebe respektive die Hälfte aller Innenplätze sein. «Sollte die Selbstregulierung nicht funktionieren, gibt es ein Verbot», betonte Conti.

Zudem soll ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an Minderjährige eingeführt werden. Wer künftig Zigaretten am Automaten beziehen will, muss sich mit einer Chipkarte ausweisen. Damit nicht genug: Per 1. Juli 2007 wird die gesamte Verwaltung rauchfrei. Ausnahmen soll es nur für Spital, Psychiatrie und Strafvollzug geben.

Sabine Knosala

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