Aktualisiert 07.10.2014 15:05

Ira May und CoBasler Sängerinnen greifen nach Pop-Preis

Anna Aaron, Bleu Roi und Ira May heissen die Anwärterinnen auf den sechsten Basler Pop-Preis. Bei den Mannen buhlen END und James Gruntz um die Krone.

von
Lukas Hausendorf

Basel blickt auf ein aussergewöhnliches Popjahr zurück. Praktisch aus dem Nichts stürmte das Sissacher Soulwunder Ira May mit ihrem Debüt an die Spitze der Schweizer Charts. Die Indie-Pop Band END versetzte mit ihrem Erstling People Of The Stream's Mouth nicht nur SRF-3-Musikredaktor Christoph Alispach in Ekstase, auch in deutschen Musikblogs wird das Quintett mit seinem mystischen Sound bereits gefeiert.

Es scheint, dass eine ganze Welle junger Basler Bands zurzeit erfolgreich in Deutschland Fuss fassen. Ein Umstand, der nicht zuletzt auch dem professionalisierten Umfeld geschuldet ist, auf das sich die lokale Szene in den letzten Jahren zunehmend stützen konnte. Etwa gut vernetzte Management- und Bookingagenturen wie Radicalis, die mittlerweile eine Deutsche Dependance aufbaut. Ein Verdienst des Basler Popfördernetzwerks RFV, das mit Business-Support seit einigen Jahren gezielt solche Projekte unterstützt.

Weibliche Übermacht

Der Kreis der Nominierten für den Basler Pop-Preis, der am 5. November zum sechsten Mal verliehen wird, ist dieses Jahr arriviert wie selten zuvor. Und er ist vorwiegend weiblich. Mit Anna Aaron, Bleu Roi und Ira May sind gleich drei Solokünstlerinnen auf der Shortlist. Die übrigen zwei Plätze gehören den Männern von END und James Gruntz. Letzterer ist ein Stammgast auf der Shortlist und bereits zum fünften Mal nominiert.

Ebenfalls nicht zum ersten Mal im erlauchten Kreis ist Anna Aaron. Die 29-Jährige gewann schon 2011 den Pop-Preis und obendrauf noch den Publikumspreis. Ihr aktuelles Album «Neuro» erntete aber international viele Lorbeeren. Die Hamburger «Die Zeit» schrieb: «Neuro schillert wie ein Diamant, eingefasst von stählerner Elektronik.»

Fachjury und Publikumsstimmen

Der Träger oder heuer wahrscheinlicher die Trägerin des Pop-Preises wird von einer fünfköpfigen Fachjury auserkoren, der namhafte Vertreter der Schweizer Popbranche und Basler Szene angehören. Er ist mit 15'000 Franken dotiert. Über ein Online-Voting wird zusätzlich ein Publikumspreis vergeben.

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