Basler SVP greift APG an: Plakate schlecht platziert
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Basler SVP greift APG an: Plakate schlecht platziert

Die Basler SVP vermutet Wahlmanipulation: Ihre Plakate für den Nationalrat seien bewusst schlecht platziert. Die Partei droht gar mit rechtlichen Schritten.

Eine Tour durch die Stadt und fünf Kontrolltelefonate haben die Basler SVP-Präsidentin und Ständeratskandidatin Angelika Zanolari überzeugt: Die bestellten 80 Plakate für die SVP-Nationalratskandidaten seien schlecht einsehbar und hingen an kuriosen Orten – an der Burgfeldergrenze zum Beispiel oder im Ausländerquartier Kleinhüningen, nicht aber an gut frequentierten Plätzen. «Ich werfe der Allgemeinen Plakatgesellschaft APG vor, die Plakate bewusst in Randgebieten aufgehängt zu haben, und ich bezweifle ihre politische Neutralität», sagte Zanolari zu 20 Minuten.

In einem Einschreiben fordert Zanolari die APG «ultimativ» auf, die Plakate vertragsgemäss auszuhängen und droht mit rechtlichen Schritten sowie damit, die Rechnung von rund 6000 Franken nicht zu bezahlen. APG-Direktor Walter Robert Oeschger wehrt sich: «Diese Vorwürfe weise ich ganz entschieden zurück.» Denn: Die Platzierung der Wahlplakate verschiedener Parteien würden von einem Computer vorgenommen. «Wir können die SVP also gar nicht ‹verhindern›, wie Frau Zanolari behauptet», sagt Oeschger, «das ist nur ihre subjektive Wahrnehmung.»

(lvi)

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