Basler Theaterpersonal protestiert gegen Subventionskürzung
Aktualisiert

Basler Theaterpersonal protestiert gegen Subventionskürzung

Vor der nächsten Grossratssitzung vom Mittwoch, bei der die Basler Theatersubventionen traktandiert sind, hat am Samstag das Theaterpersonal auf dem Marktplatz erneut gegen die Kürzung um 3,5 Millionen Franken protestiert.

Eine Hundertschaft nahm teil. Schauspielende und Chormitglieder präsentierten ihre Anliegen vor einkaufenden Passantinnen und Passanten. Ensemble-Leute sprachen Anwesende persönlich an, und Theater-Kaderleute hielten Ansprachen. Zugegen war auch der scheidene Theaterdirektor Michael Schindhelm.

Rund 50 Theaterleute wirkten mit, etwa gleich viele Spazierende blieben stehen. Beim Happening wurde der Platz vor dem Rathaus mit einem Fünf-Meter-Requisiten-Kaktus zur «Kulturwüste» erklärt - zeitweise regnete es. Das Publikum durfte eigene Statements auf Plakate schreiben.

Eine knappe Mehrheit (8:7) der Bildungs- und Kulturkommission des Grossen Rats will weniger sparen als die Regierung. Die Kommission beantragte vor einem Monat dem Parlamentsplenum eine Kürzung von nur 2,5 statt 3,5 Millionen Franken.

Die Regierung will den Kantonsbeitrag im Rahmen eines Sparpakets um 3,5 auf 28,6 Millionen Franken reduzieren. Einen entsprechenden Subventionsvertrag hat die Theatergenossenschaft Mitte Februar unterzeichnet, nachdem das Baselbiet eine Erhöhung seiner Beiträge in Aussicht gestellt hatte.

Bereits Ende Februar hatten rund 200 Theaterleute vor dem Theater gegen die geplante Kürzung der Subventionen protestiert. Der Grosse Rat wird im Übrigen in einer Petition mit rund 19 000 Unterschriften aufgerufen, den Staatsbeitrag für das Dreispartenhaus nur um 2,5 Millionen Franken zu kürzen.

(sda)

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