Basler wollen Fritschi-Maske stehlen
Aktualisiert

Basler wollen Fritschi-Maske stehlen

Dem Ehrenbürger der Luzerner Fasnacht, Bruder Fritschi, droht der Raub durch Geiselnehmer aus Basel. Da die Vorkehrungen zum Schutz Fritschis in Luzern nur halbherzig an die Hand genommen werden, zeichnet sich ein Weiberregiment ab.

Zum Schutz der Fritschi-Maske hat die Zunft zwar Grenadiere und andere Formationen aufgeboten. «Die Wahrscheinlichkeit ist aber klein, dass wir den Raub verhindern können», sagte gestern Peter Soland, Sprecher der Fritschi-Raubgruppe.

Soland bezeichnet den bevorstehenden Raub als freundschaftliche Geste. Die Symbolfigur der Luzerner Fasnacht wurde schon mehrmals nach Basel entführt. Im grösseren Stil geschah dies vor genau 500 Jahren. Damals war die Maske von Basler Kriegsknechten geraubt worden. Die Rückgabe erfolgte ein Jahr später bei einem grossen Fest in der Münsterstadt.

mid

Teilweise Öffnung der Zunft zu Safran

Die Stadtluzerner Zunft zu Safran will künftig auch Bürger der Luzerner Nachbargemeinden als Zünftler aufnehmen. Damit öffnet sich die traditionsreiche Zunft teilweise. Von einer Aufnahme für Frauen will man nämlich weiterhin nichts wissen. Laut Fritschi-Vater Philipp Gmür will man diesbezüglich alte Traditionen wahren. Mit 435 Mitgliedern mangelt es nicht etwa an Zünftler. Mit der neuen Regelung soll aber eine Überalterung verhindert werden.

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