Aktualisiert 27.09.2005 13:05

Basler Zeitung Medien mit mehr Gewinn

Die Basler Zeitung Medien haben im Geschäftsjahr 2004/05 (per 30. Juni) erneut weniger Umsatz erzielt. Der Gewinn allerdings legte dank Kosteneinsparungen zu.

Mit der Konzentration auf das Kerngeschäft sank die Zahl der Angestellten im Konzern. Der Gruppen-Umsatz sank um 5,4 Prozent auf 276,2 Mio. Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Rückgang wird wie schon im Vorjahr auf das schwache Inserategeschäft sowie den Preiszerfall im Druckereigeschäft zurück geführt.

Eine Trendwende sei auch im neuen Geschäftsjahr kaum zu erwarten, der Konzern sei aber gerüstet.

Unter dem Strich sieht es besser aus: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg um 15,3 Prozent auf 27,65 Mio. Franken. Der Betriebsertrag stieg von 865 000 Fr. auf 2,65 Mio. Franken.

Vor Jahresfrist als Ziel genannte 8 Mio. Betriebsertrag waren wegen der Marktlage nicht zu schaffen, erklärte Finanzchef Jürgen Hunscheidt gegenüber der sda. Er verwies insbesondere auf eine «enorme Margenerosion» in der Druckbranche.

Konzentration

Der Personalbestand sank um 7 Prozent von 2023,3 auf 1874,7 Vollzeitstellen. Im Vorjahr hatte die Belegschaft mit dem Ausbau des Verträgerdienstes noch um 55 Stellen zugelegt.

Der Abbau nun wird mit «Strukturbereinigungen» im Zuge der nun abgeschlossenen mehrjährigen Konzentration der Konzerntätigkeiten erklärt. Firmenverkäufe und eigener Stellenabbau machten laut Hunscheidt je rund die Hälfte aus.

Verkauft hat die Basler Zeitung Medien-Gruppe namentlich den Fachverlag Rittmann AG (»Internationale Transport Zeitschrift»), die Film- und Fernseh-Produktionsfirma allcom productions AG sowie die Dienstleistungsfirma twohelfer AG in Bern. Gekauf wurden die adic Insurance Services und die Inserateverkäuferin Key Media km.

Im Stammhaus Basler Zeitung sank der Umsatz um 3,2 Prozent auf 136,1 Mio. Franken, während der EBITDA um 2,8 Prozent auf 19,8 Mio. Fr. stieg. Der Betriebsertrag sank dagegen um 1,7 Prozent auf 2,60 Mio. Franken.

Dabei wurden die Relaunch-Kosten bereits voll abgeschrieben. Hunscheidt bezifferte auf Anfrage die externen Kosten dafür auf 1,2 Mio. Fr.; die internen sein kaum abgrenzbar. Gewechselt hat auch das Kürzel, von «BaZ» zu «baz», was die neue Ära symbolisieren solle.

Im Stammhaus (Redaktion, Verlag, Zeitungsdruck, Verwaltung) sank der Personalbestand von 476,8 auf 458,7 Vollzeitstellen.

Töchter erfolgreich

In der Dienstagausgabe der «Basler Zeitung» wurden die Zahlen der Konzern-Töchter angesichts der schwierigen Marktlage als «ansprechend», aber «noch nicht völlig befriedigend» bewertet. Zahlen werden nicht genannt.

Umsatz- und Gewinnsteigerungen wiesen unter anderem «Radio Basel 1» und die Lokalzeitungen (Allschwil, Birsfelden, Reinach, Muttenz/Pratteln) auf. Der grösste Basler Gratisanzeiger «Baslerstab» sei «erfolgreich» gewesen.

Die Aktienmehrheit der Basler Zeitung Medien-Gruppe ist im Besitz der Familie Hagemann. Die PubliGroupe hält 37 Prozent.

(sda)

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