Aktualisiert 04.06.2015 12:52

Überraschender Fund

Bauarbeiter finden Mammutzahn

In Dresden lag jahrtausendelang der Zahn eines verstorbenen Mammuts. Arbeiter haben ihn jetzt ans Tageslicht geholt.

von
cmr
Dieser fossiler Stoßzahn kam bei Bauarbeiten ans Licht. Er lag mehrere Meter tief in der Erde unterhalb eines Instituts mitten in Dresden.

Dieser fossiler Stoßzahn kam bei Bauarbeiten ans Licht. Er lag mehrere Meter tief in der Erde unterhalb eines Instituts mitten in Dresden.

Ein solcher Fund versetzt Archäologen ins Schwärmen. Doch gemacht haben ihn andere: In einer Baugrube für ein neues Institutsgebäude in Dresden sind Arbeiter auf einen fossilen Zahn eines Mammuts gestoßen. Ein Glücksfund für Sachsens Archäologen.

Obwohl das Relikt Jahrtausende lang in der Erde lag, ist es sehr gut erhalten. «Er lag ja in einer feuchten, lehmigen Erdschicht», sagt Archäologe Ingo Kraft vom Landesamt zur «Sächsischen Zeitung».

«Es war sicher ein junges oder weibliches Tier», ergänzte Altsteinzeitexperte Ingo Kraft. «Das lässt sich daran erkennen, dass der Zahn sehr schlank ist.» Auf insgesamt etwa einen Meter Länge und eine Masse von 3,6 Kilogramm kommt das in drei Teile gebrochene Fragment. «Die Größe des Mammuts wird der eines mittleren Elefanten entsprochen haben.»

Seit seinem Fund vor zwei Wochen befindet sich der Stoßzahn in den Händen der Archäologen. Auf dem Institutsgelände wird seitdem weiter an einem neuen Konferenzzentrum für Holztechnik gebaut. Einen zweiten Glücksfund gab es aber nicht.

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