«Bau-Landsgemeinde»: Bauarbeiter wollen 120 Franken mehr
Aktualisiert

«Bau-Landsgemeinde»Bauarbeiter wollen 120 Franken mehr

500 Unia-Delegierte des Bauhauptgewerbes haben am Samstag in Bern für nächstes Jahr 120 Franken mehr Lohn für alle Bauarbeiter und eine Kompensation für den erwarteten starken Anstieg der Krankenkassenprämien gefordert.

Angesichts des nach wie vor grossen Arbeitsvorrats auf dem Bau und der Zusatzinvestitionen dank der Konjunkturprogramme müsse der Bausektor nun einen Beitrag zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise leisten, heisst es laut Mitteilung der Gewerkschaft in einer Resolution der Delegierten. Die Betriebe müssten die Kaufkraft der Bauleute stärken und sicherstellen, dass eine Lohnerhöhung nicht durch den Prämienanstieg kompensiert werde. Die Verhandlungskommission der Unia wird die Vorderungen bei den Lohnverhandlungen für 2010 vertreten.

Grösstes Gewerkschafter-Treffen seit Jahrzehnten

Bei der «Bau-Landsgemeinde» auf dem Berner Hausberg Gurten habe es sich um die grösste gewerkschaftliche Vertrauensleute-Tagung in der Schweiz seit Jahrzehnten gehandelt, schreibt die Unia.

In einem Dutzend Arbeitsgruppen besprachen die Delegierten die drängendsten Probleme der Wirtschafts- und Sozialpolitik und die Herausforderungen, denen sich das Baugewerbe gegenübersieht. Wichtige Themen waren die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz auf dem Bau, die Sicherung der Arbeitsplätze, die berufliche Bildung, das Problem des Subunternehmertums und der flexiblen Arbeitszeiten sowie der «Rentenklau».

(Quelle: AP/SDA)

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