Aktualisiert 05.08.2008 07:28

Arbonia ForsterBauausrüster mit Gewinnrückgang

Der Thurgauer Bauausrüster Arbonia Forster (AFG) hat im ersten Halbjahr 2008 einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Das Unternehmen von Edgar Oehler verdiente noch 19,1 Millionen Franken, verglichen mit 25,8 Millionen in der Vorjahresperiode.

Hintergrund sind höhere Kosten zur Finanzierung eines Investitionsprogramms, zusätzliche Amortisationen sowie ungünstige Wechselkurse, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Dennoch peilt Arbonia Forster für das gesamte Jahr einen gegenüber dem Vorjahr leicht höheren Gewinn an. Denn üblicherweise werden in der zweiten Jahreshälfte rund 55 Prozent des Umsatzes erzielt und aufgrund der besseren Auslastung auch überproportional hohe Erträge erwirtschaftet.

Mehr Umsatz

Der Umsatz stieg von Januar bis Juni um 10,3 Prozent auf 749,5 Mio. Franken. Das Wachstum ist vor allem den Divisionen Heiztechnik und Sanitärtechnik zu verdanken, den beiden grössten Geschäftsbereichen des Unternehmens.

Das organische Wachstum belief sich auf 2,2 Prozent. In lokalen Währungen ergab sich ein Plus von 3,2 Prozent.

Finanzkrise

Wie Mehrheitsaktionär und Verwaltungsratspräsident Oehler in der Mitteilung schreibt, sind die Folgen der Finanzkrise nun klar zu spüren: «Wir stellen fest, dass die Investitionsbereitschaft sowohl der institutionellen wie der privaten Bauherren unter den Unsicherheiten an den Kapitalmärkten leidet.»

Zahlreiche Projekte würden verlangsamt abgewickelt oder zurückgestellt. Entsprechend scharf sei der Preiskampf. Dies gehe zu Lasten der Margen.

Zuversicht

Arbonia Forster habe indes mit einem Kostenoptimierungsprogramm sowie der Zentralisierung des gesamten Beschaffungswesens Gegensteuer gegeben. Die ersten Resultate dieser Massnahmen würden sich aber erst in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machen.

Aus diesem Grund ist Arbonia Forster denn auch zuversichtlich, Umsatz und Gewinn des Vorjahres zu übertreffen. Die Auftragslage wird als gut bezeichnet.

(sda)

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