Baubeginn für Labor gegen B-Waffen und Bioterror
Aktualisiert

Baubeginn für Labor gegen B-Waffen und Bioterror

In Spiez im Berner Oberland hat der Bau eines neuen Sicherheitslabors begonnen. Im Neubau können ab 2010 zum Beispiel biologische Kampfstoffe und gefährliche Erreger von Epidemien untersucht werden. Die Baukosten betragen 28,55 Millionen Franken.

Der neue Laborkomplex dient militärischen und zivilen Zwecken, wie das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) anlässlich des Spatenstichs am Montag mitteilte. Die Einrichtungen bedeuteten einen wichtigen Schritt zum nationalen Schutz vor biologischen Bedrohungen und Gefahren.

A,B und C unter einem Dach

Die Fachgebiete A (atomar), B (biologisch) und C (chemisch) kommen im Neubau unter ein Dach. Gehe es um Proben mit kriminellem oder terroristischem Hintergrund, sei es entscheidend, dass gleichzeitig am selben Ort radioaktive, biologische und chemische Substanzen analysiert werden können, schreibt armasuisse dazu.

Der Bau entspricht allen nationalen und internationalen Vorgaben für Labors der höchsten biologischen Sicherheitsstufen. Der Komplex auf dem Gelände des Labors Spiez bürge für die Sicherheit inner- und ausserhalb des Labors, hält das VBS fest.

Der Komplex hat auf drei Geschossen eine Nutzfläche von insgesamt 2300 Quadratmetern. Das entspricht etwa einem Drittel eines Fussballfeldes. Der mit der VBS-Immobilienbotschaft 2007 vom Parlament bewilligte Baukredit beträgt 28,55 Millionen Franken.

Konzipiert ist das Gebäude nach dem Prinzip «Schachtel in der Schachtel», wie armasuisse auf ihrer Homepage informiert. Eine innere, aerosol-dichte Konstruktion aus Beton umschliesst die Labors im Erdgeschoss. Ein Sicherheitskorridor umgibt den inneren Laborbereich. Die äussere Gebäudehülle besteht aus Stahl und Glas.

Verschiedene Druckzonen

Die Fläche für die technische Infrastruktur ist mehr als doppelt so gross wie die Grundfläche aller Labors. Verschiedene Druckzonen im Laborgeschoss und weiteren Räumen sollen garantieren, dass selbst bei einer Havarie die Luft sich von aussen nach innen bewegt und die Umwelt nicht gefährdet wird.

Für die Planung und die Erstellung des neuen Sicherheitslabors ist armasuisse Immobilien verantwortlich. Der Betrieb untersteht dem Labor Spiez, der Fachstelle für ABC-Schutz im Bundesamt für Bevölkerungsschutz. (sda)

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