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65-Millionen-ProjektBaubeginn für Umnutzung der Markthalle Basel

Die Bauarbeiten zur Umnutzung der Markthalle Basel beginnen Ende September. Das hat die Allreal AG, die das Ensemble übernommen hat, am Freitag angekündigt. Das 65-Millionen-Projekt umfasst die Sanierung des Kuppelbaus samt Randbauten und ein neues Hochhaus.

Die Vorbereitungsarbeiten in der Markthalle begännen am 28. September, teilte die Zürcher Allreal AG mit. Im Oktober folgen demnach Abbrucharbeiten am Steinentorberg und am Gondrand-Gebäude östlich der Halle. Der Neubau des Wohnhochhauses und die umfassende Sanierung der Kuppelhalle starten im Frühling 2010.

Der Kuppelbau und die Randbauten stehen unter Denkmalschutz. In der Kuppelhalle sollen Verkaufs-, Gastro- und Dienstleistungsflächen entstehen. 1100 Quadratmeter werden zudem für Veranstaltungen angeboten. In dem von den Basler Architekten Diener & Diener entworfenen Hochhaus am Steinentorberg sind 47 Mietwohnungen geplant.

Der Baubeginn erfolgt rund ein Jahr später als ursprünglich vorgesehen. Grund ist laut Allreal, dass sich die Sanierung der Kuppelhalle und die Unterbringung der Haustechnik im denkmalgeschützten Bau als schwieriger herausgestellt hatte als erwartet. Eröffnet werden soll der Komplex im Frühjahr 2012.

Seit 2004 kein Markt mehr

Die Basler Markthalle dient seit Anfang 2004 nicht mehr ihrem einstigen Zweck: Die Basler Regierung hatte den früher dem Kanton gehörenden Bau 2006 für 19 Mio. Fr. der Allreal übergeben. Damit verbunden waren Auflagen betreffend den Denkmalschutz und die öffentliche Nutzung der Halle.

Im vorausgegangenen Auswahlverfahren chancenlos geblieben war das von einer privaten Mäzenin unterstützte Projekt eines Polariums des Basler Zoos mit Pinguinen. Debatten wegen des Hochhauses gabs zudem im Grossen Rat, der dem Bebauungsplan aber klar zustimmte. Die 1928 und 1929 gebaute Halle zählt mit einem Kuppeldurchmesser von 60 Meter zu den weltweit grössten Bauten dieser Art. (sda)

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