Basel-Stadt: «Bauen das modernste Museum der Welt»

Aktualisiert

Basel-Stadt«Bauen das modernste Museum der Welt»

Ein Zürcher Architekturbüro hat den Projektwettbewerb für den Neubau des Naturhistorischen Museum Basel gewonnen. Für 190 Millionen entsteht im St. Johann eine Weltneuheit.

von
Matthias Kempf
1 / 4
So sieht es aus - das neue Naturhistorische Musem Basel.

So sieht es aus - das neue Naturhistorische Musem Basel.

zvg
Ab 2018 wird gebaut. 2022 wird das Staatsarchiv einziehen, 2023 das Museum. Die beiden Institutionen teilen sich die Räumlichkeiten. Eröffnung ist voraussichtlich 2024.

Ab 2018 wird gebaut. 2022 wird das Staatsarchiv einziehen, 2023 das Museum. Die beiden Institutionen teilen sich die Räumlichkeiten. Eröffnung ist voraussichtlich 2024.

zvg
Die Eingangshalle wird von beiden Institutionen geteilt werden.

Die Eingangshalle wird von beiden Institutionen geteilt werden.

zvg

«Das Naturhistorische Museum und das Staatsarchiv Basel-Stadt bewohnen zurzeit beide sanierungsbedürftige Liegenschaften», sagt Regierungspräsident Guy Morin. Nicht mehr lange: Ab 2023 werden beide im gleichen Gebäude untergebracht – dem Museumsneubau beim Bahnhof St. Johann.

Dafür wurde eine Projektwettbewerb durchgeführt. Seit Mittwoch ist klar: Gewonnen hat ihn das Zürcher Architekturbüro EM2N.

125 Konzepte aus der ganzen Welt sind dafür eingegangen. «Wir bauen hier das modernste Museum der Welt», sagt Christian A. Meyer, Direktor des Naturhistorischen Museums Basel. Der Neubau wird 190 Millionen Franken kosten.

Auf 200 Meter Länge, 28 Meter Breite und je 18 Meter Höhe und Tiefe verteilen sich 35'000 Quadratmeter Fläche. Damit wird das Naturhistorische Museum rund 20 Prozent mehr Fläche zur Verfügung haben als bisher. Das Gebäude beinhaltet auch einen 40 Meter hohen Turm. In diesem soll eine Bar eingerichtet werden. Der Baubeginn soll 2018 erfolgen.

«Den Eisberg umdrehen»

Meyer betont, dass man mit dem neuen Museum endlich die grosse Sammlung und deren Unterhalt zeigen könne. «Im Moment sieht man nur einen kleinen Teil unserer rund 7,7 Millionen Exponate. Diesen Eisberg wollen wir umdrehen und die Sammlung grossflächig zeigen.» Das neue Konzept will, dass sich die Forschung in den Museumsalltag integriert.

«Man wird den Präparatoren stets über die Schulter schauen können.» Das Erdgeschoss des Museums wird mit einer Glasfassade umgeben sein, durch die man den wissenschaftlichen Mitarbeitern bei der Arbeit zusehen kann, auch wenn das Museum am Montag geschlossen ist.

Meyer betont, dass ein paar der bekannten Exponate in der neuen Eingangshalle ihren Platz finden. «Das Mammut, die Giraffe oder der Höhlenbär werden sicher als Wiedererkennungsmerkmale gleich beim Eingang positioniert.»

Antikenmuseum in Altbau

Die alten Gebäude des Staatsarchivs und des Naturhistorischen Museums werden saniert und bieten Platz für Wohnungen oder Räumlichkeiten für den Kanton. Im Moment verteilen sich die Lagerbestände der beiden Institutionen auf mehrere Liegenschaften. Mit dem Neubau wird alles an einem Ort Platz finden.

2021 wird der Bau fertig gestellt. 2022 soll das Staatsarchiv einziehen, 2023 das Naturhistorische Museum. «Die Eröffnung wird wohl aber erst 2024 stattfinden», sagt Regierungsrat Hans-Peter Wessels. Nachdem das alte Gebäude des Naturhistorischen Museums an der Augustinergasse saniert wurde, soll es zur neuen Heimat des Antikenmuseums werden, das zurzeit am St. Alban-Graben domiziliert ist.

Deine Meinung