Aktualisiert 19.12.2006 11:31

Bauen ist eine teure Angelegenheit

Die Baupreise sind in der Schweiz zwischen April und Oktober 2006 erneut deutlich um 2,5 Prozent gestiegen. Deutlich ist der Anstieg im Tiefbau.

Die Teuerung fiel damit doppelt so stark aus wie vor sechs Monaten, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Dieses Mal war die Steigerung im Tiefbau mit einem Plus von 2,9 Prozent deutlicher als im Hochbau mit 2,4 Prozent. Die Gründe für diese Entwicklung liegen nach Ansicht des BFS in der allgemein guten Wirtschaftslage sowie in den deutlichen Preiserhöhungen für verschiedene Baustoffe.

Zwischen Oktober 2005 und Oktober 2006 ist das Preisniveau im gesamten Baugewerbe um 3,7 Prozent gestiegen (Hochbau: &3,7 %; Tiefbau: &3,9 %). Der Baupreisindex erreichte damit 116,8 Punkte (Basis Oktober 1998 = 100 Punkte).

Preissteigerungen im Tiefbau deutlicher

Im Hochbau fielen die Preissteigerungen aller Gebäudearbeiten ins Gewicht. Insbesondere kleine Kunstbauten (5 %), die Baugrube (4,5 %) und Räumungen (4,2 %) trugen zum deutlichen Preisanstieg bei. Die Baunebenkosten sind hingegen gesunken. Im Bereich Tiefbau erfuhren ausnahmslos alle Positionen Preissteigerungen.

Sämtliche Grossregionen verzeichneten sowohl im Hoch- wie im Tiefbau Preissteigerungen gegenüber dem vorangehenden Halbjahr. Beim Hochbau gehen die Steigerungen von 1,9 Prozent für die Ostschweiz bis zu 3,0 Prozent für Zürich.

Beim Tiefbau hält sich die Zentralschweiz mit einem Plus von 0,5 Prozent noch zurück, während das Espace Mittelland mit 3,9 Prozent den markantesten Anstieg verbucht.

Im längerfristigen Rückblick fallen die Genferseeregion und das Tessin mit deutlich überdurchschnittlichen Preissteigerungen im Baugewerbe auf. Allerdings sind die Preise im Tessin trotz Preiszunahmen in diesem Halbjahr gegenüber Oktober 2004 rückläufig. (sda)

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