Tierquälerei im Aargau: Bauer soll der Wildsau-Killer von Böttstein sein
Aktualisiert

Tierquälerei im AargauBauer soll der Wildsau-Killer von Böttstein sein

Er wohnt im selben Ort, ist ursprünglich Landwirt und hat öfter Ärger mit den Behörden: Der Autofahrer, der letzte Woche in Böttstein AG mehrere Wildschweine tot gefahren haben soll.

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20M/sda
Vier Wildschweine soll der Bauer in Böttstein AG vorsätzlich mehrfach überfahren haben.

Vier Wildschweine soll der Bauer in Böttstein AG vorsätzlich mehrfach überfahren haben.

«Es ist nichts bewiesen. Und ich sage auch nichts dazu. Mein Anwalt kümmert sich nun um den Fall.» Das sagte der mutmassliche Wildsau-Killer, als er kürzlich Besuch von einem «Blick»-Reporter erhielt. Es handelt sich um einen 55-jährigen Landwirt aus Böttstein AG, der heute als Bauführer in der Firma des Bruders arbeitet.

Er soll letzte Woche auf einem Feld in seiner Wohngemeinde eine Mutter-Wildsau und ihre erst rund einen Monat alten Jungtiere absichtlich gehetzt und tot gefahren haben. «Für mich ist das ganz klar ein Massaker», sagte Jagdaufseher Adrian Wendel. «Wenn einer auf einem Feld eine Sau sieht, die überfährt, wendet und noch zwei bis drei Mal darüberfährt und noch eine Wende macht – da findet man keine Worte.»

«Da muss er ausgetickt sein»

Bezüglich der abscheulichen Tat mutmasst ein Bekannter des 55-Jährigen gegenüber dem «Blick»: «Als Bauer hat er sich sicher geärgert, als er die Wildschweine auf dem Feld sah. Weil sie Schäden verursachen, muss er ausgetickt sein.» Dies obwohl jenes Feld nicht mal ihm gehört.

Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren wegen Tierquälerei eröffnet und sein Geländewagen beschlagnahmt. Das sagte eine Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage und bestätigte einen Bericht des «Blicks».

Der Verdächtige hat gemäss diesem Artikel nicht zum ersten Mal Ärger mit den Behörden. So hatten er und sein Bruder beispielsweise auf ihrem Hof Tiere ununterbrochen im Dunkeln angekettet gehabt.

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