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Bauer tötete Hunde mit Axt – Tierarzt findets in Ordnung

Ein 78-jähriger Schwyzer Bauer erschlägt zwei seiner Hunde brutal. Der Stellvertreter des Kantonstierarztes verteidigt diese Art der Tötung.

Tierschützer sind entsetzt.

«Seit Jahren leiden wir unter den Missständen in und um seinen Stall», empört sich das Ehepaar C.* über seinen

78-jährigen Nachbarn F. B.* «Mehrfach haben wir auch das Veterinäramt darüber informiert.»

Am Gründonnerstag brachte F. B. das Fass endgültig zum Überlaufen: Mit einer Axt erschlug er zwei seiner vier Bergamaskermischlinge. Pikant: Der Stellvertreter des Kantonstierarztes, Peter Odermatt, wusste davon: «Ich habe aber von einer Anzeige abgesehen, weil mir F. B. demonstrierte, wie er die Hunde getötet hatte.» Das sei fachmännisch gewesen.

Doch Marcel Falk, Mediensprecher vom Bundesamt für Veterinärwesen, stellt klar: «Eine solche Tötung ist qualvoll und verboten.» Beim Besuch auf dem Hof von F. B. Hof will Tierarzt Odermatt ebenfalls nichts Illegales entdeckt haben. «Im Stall top, aussen Flop», lautet sein Kommentar.

Für den Tierschutzverein Schwyz ist diese Einschätzung absolut unverständlich. «Wir erwarten vom Veterinäramt eine Anzeige gegen diesen Tierquäler», so Präsident Bruno Winzap und droht: «Sonst werden wir den Tierquäler und das Veterinäramt anzeigen.» B. F. war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Daniela Gigor

*Name der Redaktion bekannt

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