Kanton Schwyz: Bauern fordern Wolfsjagd ohne Einschränkungen
Aktualisiert

Kanton SchwyzBauern fordern Wolfsjagd ohne Einschränkungen

Weil der Wolf den Nutztieren, der Jagd und dem Tourismus schade, wollen ihm die Schwyzer Bauern an den Kragen: Er soll ohne Rücksicht auf die Population bejagt werden.

von
gwa
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Wölfe sollen uneingeschränkt gejagt werden können, um negative Auswirkungen auf Tourismus, Landwirtschaft und Jagd zu verhindern. Dies fordert die Bauernvereinigung des Kantons Schwyz.

Wölfe sollen uneingeschränkt gejagt werden können, um negative Auswirkungen auf Tourismus, Landwirtschaft und Jagd zu verhindern. Dies fordert die Bauernvereinigung des Kantons Schwyz.

Keystone/Symbolbild
Dies, weil in den vergangenen Jahren immer wieder Nutztiere von Wölfen gerissen worden waren. Die Konflikte zwischen der Landwirtschaft und Grossraubtieren hätten in rasantem Mass zugenommen.

Dies, weil in den vergangenen Jahren immer wieder Nutztiere von Wölfen gerissen worden waren. Die Konflikte zwischen der Landwirtschaft und Grossraubtieren hätten in rasantem Mass zugenommen.

Leser-Reporter/Otto Kempf
In den letzten Jahren sind vermehrt Wölfe in der Zentralschweiz unterwegs. So auch am 11. April: Im Kanton Uri hatte dort ein Wolf eine Fotofalle ausgelöst.

In den letzten Jahren sind vermehrt Wölfe in der Zentralschweiz unterwegs. So auch am 11. April: Im Kanton Uri hatte dort ein Wolf eine Fotofalle ausgelöst.

zvg

Die Bauernvereinigung des Kantons Schwyz hat genug von Isegrim: Dies, weil in den vergangenen Jahren immer wieder Nutztiere von Wölfen gerissen worden waren. Die Konflikte zwischen der Landwirtschaft und Grossraubtieren hätten in rasantem Mass zugenommen.

Die Vereinigung fordert nun mit Nachdruck die Umsetzung der Motion Fournier, wie das «Höfner Volksblatt» berichtet. In seinem Vorstoss fordert der Walliser Ständerat eine Lockerung der Schutzbestummungen.

Wolfsschutzverein über Forderung empört

Wölfe sollen gejagt werden können, um negative Auswirkungen auf Tourismus, Landwirtschaft und Jagd zu verhindern. Nach dem Willen des Bundesrats sollen Wölfe aber nur erlegt werden dürfen, wenn die Population nicht gefährdet wird. Die Bauernvereinigun übt Kritik am Bundesrat. Dies, weil er «immer noch eine überlebensfähige Wolfspopulation und damit eine Vervielfachung des heutigen Bestandes fördern will». Eine Reduktion der Konflikte mit dem Tier scheint deshalb für die Bauernvereinigung unmöglich.

Kein Verständnis für die Forderung hat der Verein CHWOLF: Dessen Präsidentin Christina Steiner bezeichnet die Forderung der Bauernvereinigung schlicht als «unglaublich». Erst vor kurzem war im Kanton Uri ein Wolf erlegt worden. Das Tier wurde zum Abschuss freigegeben, nachdem es innerhalb von rund zwei Monaten knapp 50 Schafe gerissen hat. «Wenn wir die Wölfe weiterhin einfach töten, ist damit längerfristig niemandem geholfen», sagte damals Sara Wehrli, Leiterin der Fachstelle für Wildtiere, zum Abschuss.

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