Blauzungenkrankheit: Bauern fürchten Impfung

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BlauzungenkrankheitBauern fürchten Impfung

Die Kleinbauern-Vereinigung fordert vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) eine Garantie für die Unbedenklichkeit des Impfstoffs gegen die Blauzungenkrankheit. Sie begründet dies damit, dass unter den Landwirten die Angst vor Nebenwirkungen grassiere.

Sie stelle sich gegen Angstmacherei und Gerüchteverbreiterei, nehme aber die Besorgnis der Tierhalter ernst, teilte die Kleinbauern-Vereinigung am Samstag mit. Das BVET müsse vertrauensbildende Massnahmen einleiten.

Konkret fordern die Kleinbauern umfassende Information zur Unbedenklichkeit des Impfstoffes. Ferner müssten Bauern einen allfälligen Verdacht auf Nebenwirkungen in einem einfachen Verfahren melden können und aus einem zu schaffenden Fonds entschädigt werden.

BVET: Studie zu Nebenwirkungen Ende Januar

Es gebe unterschiedliche Meinungen zur Impfung, sagte BVET- Sprecher Marcel Falk auf Anfrage. Das BVET habe das Vorgehen allerdings mit landwirtschaftlichen Vertretern, den Kantonen und Experten abgestimmt.

Der Impfstoss sei selbstverständlich geprüft und zugelassen, sagte Falk zur Forderung der Kleinbauern nach einer Garantie. Das BVET informiere offen über Erkenntnisse zur Impfung - etwa auf seiner Internetseite. Ende Januar präsentiere es zudem eine Studie, die auch auf allfällige Nebenwirkungen eingehe.

Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit wird dieses Jahr zum zweiten Fall in Serie durchgeführt. 2008 wurden mehr als anderthalb Millionen Rinder, Schafe und Ziegen geimpft. Seit 2006 breitet sich die Krankheit in Europa massiv aus. Für Menschen ist sie ungefährlich.

(sda)

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