Neues Konzept: Bauernbetrieb im Elfenaupark wird aufgelöst

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Neues KonzeptBauernbetrieb im Elfenaupark wird aufgelöst

Die Stadt Bern will bei der Neugestaltung des Elfenauparks auf den Bauernbetrieb verzichten. Dieser soll mittelfristig aufgelöst werden. Im Vordergrund stehen der Erhalt des Parks als historische Anlage und die optimale Nutzung durch die Bevölkerung.

Das geht aus einer Medienmitteilung der Direktion für Finanzen, Personal und Informatik der Stadt Bern vom Donnerstag hervor. Die Auflösung des Bauernbetriebs mit dem Ablauf des Pachtvertrags im Jahr 2014 ist nur eine der Massnahmen zur schrittweisen Umsetzung des neuen Nutzungskonzepts.

Den Verzicht auf den Bauernbetrieb begründet die Direktion etwa mit Tierschutzvorschriften, wonach bis 2014 ein neuer Stall errichtet werden müsste. Das wäre mit Investitionen von bis zu 1,4 Mio. Franken verbunden.

Weiter nehme die bereits heute bescheidene Pachtfläche von 19 Hektaren wegen der projektbedingten Beanspruchung des Landes ab. Der Pächter wäre somit künftig auf einen Nebenerwerb angewiesen.

Dagegen bleibt der Betrieb der Stadtgärtnerei erhalten. Die Gemeinderat hat die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün beauftragt, ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Vorgesehen ist weiter die Sanierung des Hofes des Herrenhauses.

Eine exakte Wiederherstellung der historischen Anlage sei allerdings nicht vorgesehen und auch nicht möglich, heisst es in der Mitteilung weiter. Das heutige Naherholungsgebiet wurde im Jahr 1814 im Auftrag der Grossfürstin Anna Feodorowna angelegt.

Wesentliche Elemente der Anlage sind erhalten geblieben. Allerdings gab es auch Eingriffe, die ihren ursprünglichen Charakter verändert haben. Als für die Parkanlage hoch empfindlich, aber im Rahmen des Hochwasserschutzes notwendig, erwies sich etwa das Renaturierungsprojekt entlang der Aare. (sda)

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