Aktualisiert 10.07.2015 08:13

Deckeneinsturz

Baufirma ist schuld am Bernaqua-Unfall

Im April 2011 stürzte im Bernaqua im Westside die Decke ein. Die Schuldfrage ist nun geklärt: Der Monteur der Decke wurde verurteilt.

von
nel
Am 12. April 2011 stürzte im Erlebnisbad Bernaqua ein Teil der Decke ein. Am gleichen Tag löste sich noch eine Deckenverkleidung.

Am 12. April 2011 stürzte im Erlebnisbad Bernaqua ein Teil der Decke ein. Am gleichen Tag löste sich noch eine Deckenverkleidung.

Nach langer Verfahrensdauer wurde nun der Inhaber der Deckenbaufirma, der die Decke im Bernaqua montiert hatte, der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde für schuldig befunden.

Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig. Wie die «BZ» berichtet, wurde der Schuldige zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt, dies bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem muss er für die Verfahrenskosten aufkommen, die sich auf 201'500 Franken belaufen.

Westside kann das Kapitel endlich abschliessen

Westside-CEO Anton Gäumann drückte gegenüber der «BZ» seine Erleichterung über das Urteil aus: «Wir sind froh, dass dieses tragische Ereignis jetzt abgeschlossen ist.» Die Westside-Betreiberin Migros Aare und die für den Bau verantwortliche Rhomberg AG und Strabag AG einigten sich aussergerichtlich.

Die Besucher zieht es wieder ins Bernaqua

Beim Unfall im Jahr 2011 waren 2 Personen verletzt worden. Eine weitere Person stand unter Schock. Das Erlebnisbad wurde nach dem Unfall für ein gutes Jahr geschlossen und erst wieder im Mai 2012 geöffnet. Die Besucherzahlen sind seither laut Gäumann jährlich um 7 Prozent gestiegen.

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