Baulos Erstfeld: Österreicher bekommen Auftrag
Aktualisiert

Baulos Erstfeld: Österreicher bekommen Auftrag

Der Verwaltungsrat der AlpTransit Gotthard AG hat das Tunnelbaulos Erstfeld erneut an die österreichische Firma Strabag vergeben.

Nach der Beschwerde der Marti-Gruppe gegen die Vergabe seien die beiden Angebote Sensitivitätsanalysen unterzogen worden, teilte die Bauherrin am Freitag mit.

Die vertieften Überprüfungen unter Beizug auch von externen Experten hätten den ursprünglichen Vergabeentscheid bestätigt, schreibt die AlpTransit. Da auch diese Vergabe dem Bundesgesetz für das öffentliche Beschaffungswesen unterstehe, könne dagegen Beschwerde geführt werden.

Die eidgenössische Rekurskommission hatte ihren Entscheid vom vergangenen Februar zugunsten von Marti damit begründet, das von der AlpTransit durchgeführte Evaluationsverfahren sei bezüglich der Globalofferte ungenügend. Insbesondere die höheren Kostenrisiken seien nicht vertieft geprüft worden. Die beiden Offerten wiesen bei einem Auftragsvolumen von 430 Millionen Franken eine Preisdifferenz von lediglich 0,6 Prozent auf. Die Beschwerde wird beim Bau des Gotthard-Basistunnels zu zeitlichen Verzögerungen und Mehrkosten in noch nicht bekanntem Ausmass führen, wie AlpTransit bereits früher darlegte. (dapd)

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