Sommerhitze : Baumsterben in der Stadt Luzern – über 100 müssen gefällt werden

Aktualisiert

Sommerhitze Baumsterben in der Stadt Luzern – über 100 müssen gefällt werden

Im Winter müssen in der Stadt Luzern 128 Allee- und Parkbäume gefällt werden. Sie sind am Absterben oder stark von Pilzen befallen, sie könnten abbrechen und darum ein Sicherheitsrisiko darstellen. 

von
Daniela Gigor
1 / 4
Im Dreilindenpark muss eine abgestorbene Atlaszeder ersetzt werden. 

Im Dreilindenpark muss eine abgestorbene Atlaszeder ersetzt werden. 

Stadt Luzern 
Im Friedental müssen hauptsächlich Eschengefällt werden. An ihre Stelle werden unter anderem Eiche gesetzt. 

Im Friedental müssen hauptsächlich Eschengefällt werden. An ihre Stelle werden unter anderem Eiche gesetzt. 

Stadt Luzern 
Dies ist eine amerikanische Gleditschie. 

Dies ist eine amerikanische Gleditschie. 

Wikipedia/JoJan CC BY-SA 3.0 

Darum gehts 

  • 128 Bäume müssen in Luzern aus Sicherheitsgründen gefällt werden. 

  • Die meisten Bäume, die gefällt werden müssen, sollen ersetzt werden.

  • Auch in Luzern macht der Klimawandel den Bäumen zu schaffen.

  • Darum setzt man in Luzern auf südländische, exotische Arten wie Hopfenbuchen oder Gleditischien.

Alle Bäume in Luzern, welche der Stadt gehören, sind kürzlich wieder auf ihren Zustand überprüft worden. Dabei wurde festgestellt, dass 128 Allee- und Parkbäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen. Darunter sind auch 58 Bäume, die noch nicht alt sind. Stützende Massnahmen zum Erhalt dieser Bäume sind nicht mehr möglich. Die Bäume, die gefällt werden müssen, sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und es handelt sich um verschiedene Baumarten.

Dabei stechen zwei Baumarten hervor: Einerseits müssen 24 Eschen ersetzt werden, andererseits haben acht grosse Ulmen den Sommer nicht überstanden. Hauptgrund ist, dass beide Baumarten oft mit Welkepilzen befallen sind. «Es ist zu vermuten, dass der heisse Sommer nun zum Absterben geführt hat», teilte die Stadt am Freitag weiter mit. Die meisten Bäume, die gefällt werden müssen, werden ersetzt. «Wir versuchen, auf vielfältige Baumarten zu setzen», sagt Fritz Bächle, stellvertretender Leiter Stadtgrün auf Anfrage. 

«In der Innenstadt ist es zum Beispiel zu trocken und zu heiss für Buchen.»

Fritz Bächle, stellvertretender Leiter Stadtgrün

Auch in Luzern macht der Klimawandel den Bäumen zu schaffen, wie Bächle sagt: «In der Innenstadt ist es zum Beispiel zu trocken und zu heiss für Buchen.» Darum setzt man in Luzern auf südländische, exotische Arten wie Hopfenbuchen oder Gleditischien, die sich etwa an der Pilatusstrasse bewährt haben. Am viel befahrenen Kasernenplatz werden im Bereich der Autobahneinfahrt in der Mittelinsel drei Roteichen gefällt. Als Ersatz werden Gleditschien und Feldahorn gepflanzt. Laut Bächle kommt der Feldahorn besser mit Streusalz und der Hitze zurecht.

Die meisten Bäume, die gefällt werden, werden ersetzt. So etwa entlang der Horwerstrasse. Dort sind mehrere Ulmen eingegangen. Als Ersatz werden gross wachsende Bäume wie Eichen, Ahornbäume und Linden gepflanzt. Im Dreilindenpark ist etwa eine Atlaszeder abgestorben. Es wird vermutet, dass auch sie einem Welkepilz zum Opfer gefallen ist. An ihrer Stelle soll ein Mammutbaum gepflanzt werden. Die Ersatzbäume stammen grösstenteils aus der eigenen Baumschule von Stadtgrün Luzern. Eine Ausnahme sind die Obstbäume, die zum Teil zugekauft werden. Robuste Sorten von Äpfeln, Birnen, Zwetschgen und Kirschen  sind vor allem als Ersatz auf dem Tribschenhorn und beim Schlössli Utenberg  vorgesehen. 

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

6 Kommentare