Aktualisiert 25.06.2009 10:17

BauwirtschaftBaupreise gefallen

Bauen ist in der Schweiz erstmals seit sechs Jahren billiger geworden. Markant tiefere Kosten für Baumaterialien sowie die Wirtschaftskrise haben zwischen Oktober 2008 und April 2009 zu einem Rückgang der Baupreise um 2 Prozent geführt.

Dies geht aus dem vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechneten Baupreisindex hervor. Der Preisrückgang sei auf die wesentlich stärkere Abnahme der Preise im Tiefbau (-3,9%) gegenüber derjenigen im Hochbau (-1,4%) zurückzuführen, teilte das BFS am Donnerstag mit.

Baumaterialien, hauptsächlich Treibstoffe, Metalle und Metallprodukte, verbilligten sich im vergangenen Halbjahr um 15,3 Prozent. Als weiteren Grund nennt das BFS die allgemeine Krisenstimmung. Damit ging der Baupreisindex erstmals seit April 2003 zurück.

Ab diesem Zeitpunkt stiegen die Preise stetig, wobei der Anstieg im vorangehenden Semester noch 1,8 Prozent betrug. Zwischen April 2008 und April 2009 verzeichnete das Preisniveau im gesamten Baugewerbe einen leichten Rückgang von -0,3 Prozent (Hochbau: +0,3%; Tiefbau: -1,9%).

Tessin als Ausnahme

Im Hochbau verzeichneten fast sämtliche Grossregionen einen Rückgang der Baupreise gegenüber dem vorangehenden Halbjahr (Minimum von -1,2% in Zürich; Maximum von -1,8% im Espace Mittelland). Einzige Ausnahme bildete das Tessin mit einem leichten Preisanstieg von 0,4 Prozent.

Im Jahresvergleich notierten die meisten Grossregionen eine positive Preisentwicklung (Minimum von +0,1% in der Zentralschweiz und im Espace Mittelland; Maximum von +1,4% im Tessin). Davon ausgenommen waren die Genferseeregion (-0,2%) und die Nordwestschweiz (-0,1%), die jeweils eine Preissenkung aufwiesen.

(sda)

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