Baustelle Limmatquai: Läden und Cafés verlieren Kunden
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Baustelle Limmatquai: Läden und Cafés verlieren Kunden

Durststrecke für die Limmatquai-Geschäfte: Die Baustelle beschert den Läden hohe Umsatzeinbussen. Jetzt greift die Vereinigung Limmatquai/Dörfli zur Selbsthilfe.

Seit dem 27. Februar wird das Limmatquai von Baugruben, Verbots- und Signalisationstafeln, Staub, Dreck und Gestank geprägt. Für die Passanten gibts kaum ein Durchkommen mehr und die umliegenden Geschäfte haben massive Umsatzeinbrüche hinzunehmen. Das Gran Café beklagt Einbussen von bis zu 50 Prozent und in der Café-Bar Canale Grande gönnt sich kaum ein Gast mehr einen Drink. «Im Freien will schon gar niemand mehr sitzen», sagt Chefin Nicole Halter.

Die Baustelle verdirbt den meisten Shop-Betreibern das Geschäft. Kleiderständer vor den Eingängen und offene Ladentüren sind selten anzutreffen. «Wegen des Staubs müssen wir die Türe oft geschlossen haben», sagt Larissa Bachenova, Verkäuferin bei Altalena. Auch den Esprit Store triffts hart. «Wir verdienen täglich 2000 Franken weniger», sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Tina Ilic.

Die Geschäftsvereinigung Limmatquai/Dörfli will handeln. «Ende August wird eine Print-Werbekampagne lanciert, welche die Kunden auch während des Umbaus anlocken soll», sagt Geschäftsführer René Spahn. Für die Betroffenen ist das Zuwarten unbegreiflich. Es müsse jetzt gehandelt werden, da die Bauarbeiten Ende November abgeschlossen sein sollten, heisst es.

Romina Lenzlinger

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