Aktualisiert 21.06.2018 07:46

Detailhandel

Baut die Migros 300 Stellen ab?

Die Detailhändlerin will im Rahmen einer Restrukturierung Marketing-Ausgaben kürzen und IT-Projekte stoppen. Interne Quellen gehen von einem Job-Abbau aus.

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Gegmäss der «Handelszeitung» berät die Migros über das Restrukturierungsprojekt «Fast Forward». Im Bild: Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen.

Gegmäss der «Handelszeitung» berät die Migros über das Restrukturierungsprojekt «Fast Forward». Im Bild: Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen.

Keystone/Walter Bieri
Zumbrunnen ist seit  Anfang 2018 im Amt. Er habe «Fast Forward» Mitte Januar initiiert, heisst es im Bericht.

Zumbrunnen ist seit Anfang 2018 im Amt. Er habe «Fast Forward» Mitte Januar initiiert, heisst es im Bericht.

Keystone/Walter Bieri
Offenbar geht es darum, Effizienz und Rendite beim grössten privaten Arbeitgeber des Landes zu steigern.

Offenbar geht es darum, Effizienz und Rendite beim grössten privaten Arbeitgeber des Landes zu steigern.

Keystone/Gaetan Bally

Nächste Woche berät der Verwaltungsrat des Migros-Konzerns über das Restrukturierungsprojekt «Fast Forward»; tags darauf werden gemäss «Handelszeitung»-Recherchen Belegschaft und Öffentlichkeit über das Effizienzprogramm beim Migros Genossenschaftsbund (MGB) informiert.

Die geplanten Massnahmen in der Konzernzentrale sind happig: Es werden Direktionen fusioniert, IT-Projekte gestoppt, Marketing-Ausgaben gekürzt und Stellen abgebaut. Intern ist von rund 300 betroffenen Arbeitsplätzen die Rede.

Auslagerung der Stellen

Die Stellen sollen ausgelagert und Entlassungen über Frühpensionierungen sowie natürliche Fluktuationen möglichst klein gehalten werden. Die Migros-Führung hat mit dem Kaufmännischen Verband einen Sozialplan ausgehandelt, der grosszügig sein soll.

Die Migros steht seit Jahren im Ruf, eine vorbildliche Arbeitgeberin zu sein. Konzernchef Fabrice Zumbrunnen, der erst seit Anfang Jahr im Amt ist, hat «Fast Forward» Mitte Januar initiiert. Es geht darum, Effizienz und Rendite beim grössten privaten Arbeitgeber des Landes zu steigern. Der Gewinn des Detailhändlers ist seit Jahren auf Sinkkurs – von 824 Millionen Franken (2014) auf 503 Millionen (2017).

Die Migros nimmt zu Medienanfragen bis jetzt nicht konkret Stellung. Nach Abschluss der Fast-Forward-Arbeiten würden die Mitarbeitenden umfassend informiert, dann die Öffentlichkeit. Dies werde bis Anfang Juli der Fall sein.

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