Trump zur Flüchtlingskrise: «Baut doch eine Mauer durch die Sahara»
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Trump zur Flüchtlingskrise«Baut doch eine Mauer durch die Sahara»

Laut dem spanischen Aussenminister schlug der US-Präsident seine Taktik zur Bekämpfung der Flüchtlingskrise vor.

von
kat
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Trumps soll den spanischen Behörden den Bau einer Mauer vorgeschlagen haben. Im Bild: Menschen in der Sahara auf dem Weg von Libyen nach Niger.

Trumps soll den spanischen Behörden den Bau einer Mauer vorgeschlagen haben. Im Bild: Menschen in der Sahara auf dem Weg von Libyen nach Niger.

AP/Jerome Delay
Diplomaten hätten auf Trumps Vorschlag mit Skepsis reagiert und betont, die Sahara sei fast 5000 Kilometer lang, wie Josep Borell laut spanischen Berichten sagte.

Diplomaten hätten auf Trumps Vorschlag mit Skepsis reagiert und betont, die Sahara sei fast 5000 Kilometer lang, wie Josep Borell laut spanischen Berichten sagte.

Diesen Einwand habe Trump abgewunken und gesagt: «Die Grenze zur Sahara kann nicht grösser sein als unsere Grenze zu Mexiko.»

Diesen Einwand habe Trump abgewunken und gesagt: «Die Grenze zur Sahara kann nicht grösser sein als unsere Grenze zu Mexiko.»

AP/Carolyn Kaster

Um Einwanderern den Riegel zu schieben, schlägt Donald Trump der spanischen Regierung den Bau einer Mauer vor. Diese soll entlang der Sahara errichtet werden, wie der spanische Aussenminister Josep Borell laut dem «Guardian» sagte.

Damit bezieht sich Trump auf sein eigenes Vorhaben, entlang der mexikanischen Grenze eine 2000 Kilometer lange Mauer bauen zu lassen. Dies gehörte 2016 zu seinen berühmtesten Wahlversprechen.

Spanische Diplomaten hätten auf Trumps Vorschlag mit Skepsis reagiert und betont, die Sahara sei fast 5000 Kilometer lang. Diesen Einwand habe Trump abgewinkt und gesagt: «Die Grenze zur Sahara kann nicht grösser sein als unsere Grenze zu Mexiko.»

Mauer auf fremdem Territorium

Eine solches Vorhaben wäre aber vor allem aus dem Grund schwer umzusetzen, da Spanien nur zwei kleine Enklaven in Nordafrika – genau Ceute und Melilla – besitzt und die Mauer auf fremden Territorium errichtet werden müsste.

Ein Sprecher des Aussenministeriums bestätigt laut spanischen Medien die Aussagen Borells, doch möchten sich die Behörden nicht weiter dazu äussern.

Spanien befindet sich an vorderster Front der Migrationskrise. Allein dieses Jahr kamen mehr als 33'600 Migranten und Flüchtlinge auf dem Seeweg an und 1723 Menschen starben dabei.

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