Glimpflicher Ausgang: Bauzug rast unbemannt Tal hinunter

Aktualisiert

Glimpflicher AusgangBauzug rast unbemannt Tal hinunter

Bei Bauarbeiten löste sich in Lütschental im Berner Oberland ein Bauzug und kam gefährlich schnell ins Rollen. In Zweilütschinen prallte er in einen stehenden Wagen. Ein Bauarbeiter wurde verletzt.

In Lütschental hat sich am späten Donnerstagabend bei Bauarbeiten am Trassee der Berner Oberland-Bahnen ein Bauzug selbständig gemacht. Er rollte ohne Passagiere talwärts und prallte im Bahnhof Zweilütschinen in stehende Wagen. Dabei wurde ein Arbeiter leicht verletzt.

Dieser Arbeiter war um etwa 23 Uhr damit beschäftigt, die drei auf einem Abstellgleis stehenden Wagen zu reinigen, wie die Berner Oberland-Bahnen am Freitag mitteilten. Der Mann befand sich allein an der Arbeit, wie Mediensprecher Simon Bickel auf Anfrage ergänzte.

Die Berner Oberland-Bahnen mussten ihren Betrieb nicht unterbrechen und verkehrten am Freitagvormittag nach Fahrplan. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Ebenfalls noch offen ist, wieso sich der Bauzug in Bewegung setzte.

Über 4 Kilometer alleine unterwegs

Er befand sich beim Schulhaus Lütschental, als er ins Rollen kam. Von dort bis zum Bahnhof Zweilütschinen sind es laut Bickel etwa 4,2 Kilometer. Mit welcher Geschwindigkeit der Bauzug auf die stehenden Wagen aufprallte, konnte Bickel nicht sagen.

Weniger glimpflich ging ein ähnlicher Unfall vor sechs Jahren im Kandertal aus. Damals raste ein ausser Kontrolle geratener Bauzug mit drei Mann Besatzung von Mitholz über 30 Kilometer zu Tal. Die Bahnverantwortlichen entschieden sich, mangels Alternativen den rasenden Zug in Thun auffahren zu lassen. Die drei Mann Besatzung kamen dabei ums Leben. (sda)

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