Aktualisiert 26.09.2009 19:19

Tod einer SchweizerinBayer Schering untersucht Pille «Yaz»

Mitte September ist eine junge Schweizerin plötzlich an den Folgen einer Lungenembolie gestorben. Das Berliner Unternehmen Bayer Schering Pharma prüft nun, ob es einen Zusammenhang zwischen diesem Todesfall und der Einnahme seiner Antibaby-Pille «Yaz» gibt.

Unternehmenssprecher Oliver Renner bestätigte am Samstag einen Bericht des «Tagesspiegels», das der Fall intern geprüft werde. Die Bayer (Schweiz) AG sei von der Arzneimittelbehörde Swissmedic informiert worden, dass die Einnahme der Antibaby-Pille «Yaz» von Bayer Schering den Tod verursacht haben könnte.

Das Unternehmen nehme jede Meldung über mögliche Nebenwirkungen seiner Produkte sehr ernst, hiess es von Bayer Schering. Der Tod der jungen Frau sei tragisch - unabhängig davon, ob «er in Zusammenhang mit einem unserer Medikamente steht oder nicht».

«Selten, aber möglich»

Thrombosen und Lungenembolien seien seltene, aber mögliche Komplikationen in Verbindung mit der «Pille». Swissmedic vermutet im vorliegenden Fall einen Zusammenhang zwischen der Pille und der Lungenembolie. Es wäre der erste Todesfall in Zusammenhang mit der Pille «Yaz», sagte Swissmedic-Sprecher Joachim Gross am Freitag.

Vierte Generation

«Yaz» kam Anfang September 2008 auf den Schweizer Markt. Ende Mai geriet bereits das Kontrazeptivum «Yasmin» in die Schlagzeilen. Ein junges Mädchen ist seit einer Lungenembolie, die nach der Pilleneinnahme eingetreten war, schwer behindert.

Die Pillen «Yasmin» und «Yaz» von Bayer enthalten die Wirkstoffe Drospirenon und Ethinylestradiol. Es sind Verhütungspillen der vierten Generation. Sie sind bei Frauen beliebt, weil sie zu einer geringeren Gewichtszunahme führen als Pillen älterer Generation.

Untersuchung läuft

Nach dem Vorfall im Mai begann Swissmedic mit einer Untersuchung aller Verhütungspillen. Voraussichtlich Ende Oktober werde das Heilmittelinstitut über die Ergebnisse der Analyse informieren, sagte Swissmedic-Sprecher Gross. (sda)

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