Bayerische Mutter ensorgt Baby in Biomüll
Aktualisiert

Bayerische Mutter ensorgt Baby in Biomüll

Eine junge Frau aus dem Bayerischen Wald, die ihr neugeborenes Kind im Biomüll entsorgt hat, hat sich in Begleitung ihrer Eltern bei der Polizei gestellt.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Passau am Montag erklärten, hatte sie nach eigener Aussage von der Schwangerschaft keine Kenntnis. Das überraschend zur Welt gekommene Mädchen habe sie allein in der Toilette ihrer Wohnung entbunden. Obwohl es laut Obduktion «lebend im siebten Schwangerschaftsmonat entbunden worden» war, behauptete die Frau, es habe kein Lebenszeichen von sich gegeben.

Deshalb habe sie es gesäubert und in eine Biotonne gelegt. Die Frau wurde zur Behandlung in die Psychiatrie gebracht.

Die Leiche des 50 Zentimeter grossen und 1.300 Gramm schweren Babys war vor einer Woche in einer Biomüll-Sortieranlage in Passau entdeckt worden. Die genauen Todesursache konnte nicht geklärt werden. Der Lebensgefährte der jungen Frau habe sich an ihre Eltern gewandt, nachdem die Polizei in den beiden Gemeinden, aus denen der Biomüll stammte, Hausbefragungen durchgeführt und die Freundin sich auffällig verhalten habe, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei. «Gegenüber ihrer Mutter gab die junge Frau dann zu, dass sie die Mutter des toten Mädchens sei.» Nähere Angaben lehnten die Ermittler aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes ab. (dapd)

Deine Meinung