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BoykottBayern-Fans mit Standing Ovations begrüsst

Mit einem fünfminütigen Boykott protestieren die Bayern-Fans gegen die überhöhten Ticketpreise. Gut gemacht, finden die Arsenal-Fans.

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0:0 nach fünf Minuten – im Emirates Stadion wird trotzdem applaudiert. Die Fans von Arsenal empfangen die Anhänger von Bayern München bei deren Ankunft im Gästesektor. Aus Protest gegen die überteuerten Eintrittskarten boykottierte die Fangruppe «Club Nr. 12» die ersten Spielminuten im Emirates Stadion.

Die Fans aus München mussten im Minimum 64 Pfund hinblättern. Inklusive Gebühren und Versand waren das mehr als 100 Schweizer Franken. Und dies nur für das Ticket. «In Piräus haben wir Bayernfans 50 Euro für die günstigste Kategorie gezahlt, in Zagreb werden es ebenfalls etwa 40 Euro sein. Eine solche Preisgestaltung macht jungen und sozial schwächeren Fans den Stadionbesuch unmöglich, zerstört mittelfristig die Fankultur und damit die Basis des Fussballs. In England ist diese Entwicklung bereits eingetreten», liess der Fanclub auf Facebook verlauten.

Die günstigsten Einzeltickets bei Arsenal kosten rund 40 Franken. Will der Fussballfan aber freie Sicht auf das Spielfeld im Emirates haben, muss er mit bis zu 150 Franken rechnen. In der Münchner Allianz Arena kosten die teuersten Tickets halb so viel. Beim Saisonkarten-Vergleich schmerzt der Griff ins Portmonnaie besonders. «Welt.de» hat sich schlau gemacht: Knapp 1400 Franken sollen es bei den Gunners mindestens sein. Bei den Bayern gibt es die teuersten Saisonkarten für etwas mehr als die Hälfte.

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