Bayern holt das Double
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Bayern holt das Double

Der FC Bayern München sicherte sich in der vorletzten Bundesliga-Runde den 20. Meistertitel. Damit verteidigte der Rekordmeister nach dem Cup auch die Meisterschaft erfolgreich -als erste deutsche Mannschaft überhaupt.

Der FC Bayern München profitierte in der 33. Runde nicht zum ersten Mal in dieser Saison von der Nervenschwäche der Konkurrenz. Bis zur 55. Minute war der Vorsprung der Münchner auf zwei Punkte geschmolzen. Das Team von Felix Magath lag zu diesem Zeitpunkt in Kaiserslautern 0:1 zurück und der letzte Verfolger Hamburg führte bei Hertha Berlin 2:1. Aber zuletzt jubelte dennoch der Rekordmeister. In Berlin machte die Hertha trotz numerischer Unterzahl aus dem 1:2 ein 4:2 und in Kaiserlautern gelang den Bayern durch das erste Bundesligatore des 21-jährigen Andreas Ottl noch der Ausgleich.

Dass der Meistertitel verdient ist, steht ausser Frage. Während der gesamten Saison stand Bayern München nur zweimal, nach der 1. und 9. Runde, nicht an der Spitze der Tabelle. Er weist die zweitbeste Abwehr (hinter Hamburg) und den zweitbesten Sturm (hinter Bremen) auf. Zuhause gewann er 14 seiner 16 Spiele. Trainer Felix Magath setzte damit national seinen Siegeszug fort. In den zwei Jahren als Coach der Bayern feierte er zwei Doubles. Doch um aus dem langen Schatten von Ottmar Hitzfeld zu treten, braucht Magath einen internationalen Erfolg.

Der einizige, aber bedeutende Wermutstropfen der Saison betrifft denn auch die Champions League. Im Achtelfinal gegen die AC Milan war der deutsche Vorzeigeklub chancenlos. Deshalb wird Bayern- Manager Uli Hoeness auf dem Transfermarkt tätig werden müssen, nicht zuletzt, um den Abgang von Mittelfeldspieler Michael Ballack zu kompensieren. Nach vier Saisons wird der 13-fache Torschütze Süddeutschland verlassen. Mitspieler Mehmet Scholl hat derweil sein 14. Dienstjahr bei den Bayern mit dem achten Meistertitel gekrönt - ein Bundesliga-Rekord, der die Dominanz der Bayern in den letzten Jahren eindrücklich unterstreicht.

Kölner Kanterniederlage

Für den bereits abgestiegenen 1. FC Köln endete der 33. Spieltag im Debakel. In Bremen lagen die Geissböcke schon nach 25 Minuten 0:3 zurück. Trainer Hanspeter Latour sah sich zu diesem Zeitpunkt bereits gezwungen, Marco Streller durch einen Defensivspieler zu ersezten. Die Klatsche liess sich nicht mehr verhindern. Miroslav Klose mit seinen Saisontreffern 23 und 24 sowie Ivan Klasnic (2) und Tim Borowski (2) trafen zum 6:0. Weil der Hamburger SV verlor, kommt es in der letzten Runde zwischen dem HSV und Bremen zu einem Final um den zweiten Platz. Auch Wolfsburg und Kaiserslautern bestreiten ein Endspiel um den letzten Abstiegsplatz.

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