Aktualisiert 16.07.2014 18:18

Offenes Titelrennen

Bayern-Konkurrenz wittert wegen WM Morgenluft

Am 22. August beginnt die neue Saison in der Bundesliga. Bayern München läuft Gefahr, wegen des deutschen WM-Titels nicht Meister zu werden.

von
Marcel Allemann

Vorletzte Saison das grandiose Triple (Champions League, Meistertitel und Pokal). Letzte Saison bereits im März Meister und danach im Mai trotz einer Formbaisse Pokalsieger. Ein Schelm, wer bei dieser Dominanz in Frage stellt, dass der Rekordmeister nächste Saison seinen 25. Bundesliga-Titel einfährt. Doch es gibt gute Gründe dafür, dass die Bayern nicht Meister werden.

Wenn die Münchner patzten, dann zumeist nach Grossanlässen. So war es nach der WM 2010, als Dortmund Meister wurde. Nach der EM 2008 schlug Wolfsburg zu und nach der WM 2006 Stuttgart. Ein wesentlicher Grund: Die Bayern stellen stets viele Nationalspieler für Grossanlässe und diese sind traditionsgemäss lange im Turnier engagiert, beziehen erst danach ihre Ferien und nehmen die Saisonvorbereitung später auf. Ein klarer Vorteil für die Konkurrenz.

Neun Bayern-Spieler unter den Top 4

Erst recht kann diese nun Morgenluft wittern, wenn man bedenkt, dass noch kein Grossanlass in der Endphase so «bayernlastig» war wie diese WM. Insgesamt waren bei den Top 4 nicht weniger als neun Bayern-Spieler beschäftigt: Sieben bei Deutschland, dazu der Holländer Robben und der Brasilianer Dante.

Bis die gefeierten Weltmeister nach diesem Höhepunkt wieder bei 100 Prozent im Wettbewerbsmodus stehen, könnte es einen Moment dauern. Das ist die einmalige Chance für andere Teams wie Dortmund, Schalke, Leverkusen oder Wolfsburg.

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